Gomez und Händel...

. . . haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun – bis auf einen gewissen Migrationshintergrund. Der Deutsche Händel siedelte mit 25 Jahren nach England, um dort reich und berühmt zu werden.

Gomez ist in Schwaben geboren, als Sohn einer Deutschen und eines Spaniers.

Seit Sonnabend wird der Uhlenköper die beiden gedanklich immer verbinden. Er war bei seiner Freundin, die ihm großzügig das Schauen des Portugal-Spiels erlaubte, sich aber nicht davon abhalten ließ, im selben Raum die „Coronations Anthems“ (Krönungshymnen) Händels für King George II. zu hören – und, von spanischem Rotwein beswingt und die Partitur in Händen, laut die Sopranstimme mitzuschmettern. „Glory and great worship hast thou laid upon him!“, trällert sie, während Beckmann irgendwas Wichtigtuerisches quatscht, und während Gomez das erlösende Tor köpft, intoniert sie das zu Händels Zeiten beinahe pornografische „the King shall have pleasure in thy beauty“ über die sexy Queen. Sie bebt vor Verve und schillerndem Vibrato mit 100 Dezibel, und vor der Glotze jubelt der Uhlenköper.

Ach! The Land shall rejoice in thy strength, O Gomez, denkt da der

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