„Da gibt es keine neuere

bo Wittingen/Lüneburg. Die Karte mit der A39-Planung sei veraltet und berücksichtige keine Baugebiete, die nach 1990 hinzugekommen sind, außerdem seien Änderungen im Zuge des Freiraumkonzeptes nicht eingearbeitet worden – das waren Vorwürfe an die Planer, die am Dienstagabend bei der Info-Veranstaltung der Autobahngegner laut wurden. Friedhelm Fischer, Leiter der Lüneburger Straßenbaubehörde, hat dazu jetzt gegenüber dem IK Stellung genommen.

Bei der verwendeten Karte handele es sich um die aktuellste topographische Grundkarte, auch wenn sie aus den frühen 90ern stamme: "Da gibt es keine neuere." Seinen Planern seien aber inzwischen gewachsene Neubaugebiete durchaus bekannt, und diese seien daher auch berücksichtigt worden. Daten zum Freiraumkonzept seien "selbstverständlich eingearbeitet worden", soweit sie von Seiten der zuständigen Behörden vorgelegen hätten.

Der Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen, Eckehard Niemann, hatte die Verwendung der veralteten Karten als schweren Verfahrensfehler und damit guten Aufhänger für Kritik und Klagen bezeichnet. Fischer hingegen sagte, der Gesichtspunkt sei im gegenwärtigen Stadium der Planung noch nicht relevant: "Wir machen ja noch keine Feinplanung." Die Trassen-Alternativen gingen zudem "nicht durch Siedlungen", und die eingezeichneten Strecken seien vergleichsweise dick eingezeichnet – hätte man sich an den Maßstab gehalten, dann wären schwer sichtbare schmale Striche dabei heraus gekommen.

Fischers Behörde und der Landkreis Gifhorn informieren die Öffentlichkeit am 10. Mai um 18 Uhr in der Wittinger Stadthalle über die Autobahn-Planung.

Erschienen: 29.04.2006: IK / 100 / Seite:6

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