„Geschlossen Ja zur A39"

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. "Die Landesregierung steht hinter dem Bau der Autobahn 39." Klare Worte von Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche gestern bei seiner Stippvisite in Uelzen. Autobahngegner hatten die Geschlossenheit der CDU/FDP-Regierung jüngst bröckeln sehen.

"Aber da wird vom hoch geschätzten Herrn Niemann etwas zu viel hinein interpretiert", so der Minister gestern zu den Mutmaßungen des "Vorkämpfers" der A 39-Gegner. Die 110 Kilometer lange Autobahn von Wolfsburg nach Lüneburg quer durch den Kreis Uelzen ist im Bundesfernstraßenplan als "vordringlich" aufgeführt "und sie wird auf die klassische Weise geplant und finanziert", erteilte der Wirtschaftsminister Überlegungen aus dem Kreis Uelzen eine Absage, auch bei diesem Straßenprojekt von EU-Ziel-1-Fördermitteln zu profitieren: "Diese Autobahn muss der Bund bezahlen." Von dem EU-Topf könne Uelzen aber ansonsten gemeinsam mit dem Landkreis Lüchow-Dannenberg stärker profitieren als die anderen Landkreise, betonte Hirche: "Hier werden kleine bis mittelständische Betriebe, die modernisieren und Arbeitsplätze schaffen, mit bis zu 35 Prozent gefördert." Weitere Schwerpunkte dieser Förderung seien der Ausgleich regionaler Unterschiede in der Infrastruktur und die Unterstützung innovativer Maßnahmen. Argumente, mit denen Hirche gestern in der Mittagszeit in der Fußgängerzone davon überzeugen wollte, bei der Kommunalwahl im September doch die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Jörg Firus zu wählen – kein leichtes Unterfangen im Uelzener Nieselregen. Erschienen: 19.08.2006: AZ / 193 / Seite:4

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