Geschafft...

. . . denkt sich der Uhlenköper am Morgen des Heiligabends. Die Zeit von Adventsfeiern sowie der unausgesprochene und oftmals selbst auferlegte Druck, vor dem großen Fest möglichst all das zu erledigen, was im Verlauf der Monate liegen geblieben ist, sind gewichen.

Zeit zum Durchatmen?! Oder stehen bereits wieder die neuen Aufgaben und Termine – im wahrsten Sinne des Wortes – vor der Tür? Wie kommt das Festtagsmahl bei Familien und Verwandten an? Sind die Geschenke richtig gewählt? Ist die kleinste Kleinigkeit bedacht worden? Der Drang zum Perfektionismus in diesen Stunden lässt auch die Festtage oftmals zu Stresstagen werden, beobachtet der Uhlenköper bei sich und lieben Angehörigen. Warum fokussiert sich alles auf Weihnachten? Warum sollen diese Stunden immer etwas besonderes sein? Warum möchten wir an diesem Datum stets alles besser machen als an den anderen 362 Tagen? Jedes Jahr grübelt der Uhlenköper – und kommt nicht zu einem befriedigenden Ergebnis. Alles hat unser Mann schon durchgespielt – mit Festessen, ohne Festessen, mit Verwandten, ohne Verwandte, zu Hause oder in der Ferne, alleine oder zu Zweit – das seltsame, nicht definierbare Gefühl, das ihn über Weihnachten immer wieder beschleicht, bleibt. Ob das vielleicht der eigentliche Sinn des Festes ist, fragt sich der.

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