Geld würde es erst im Jahr 2020 geben

Von Walter ManickeBad Bodenteich. Auf Unverständnis stößt auch beim Bodenteicher Samtgemeinderat die Regelung, dass in einem Umkreis von fünf Kilometern zur geplanten A39 und der Querspange B190n keine Zuschüsse für die Sanierung von Wirtschaftswegen fließen sollen. Das zumindest hat das Amt für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) in Lüneburg auf Nachfrage von Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling mitgeteilt. Die Neuordnung des Wegenetzes soll, wie berichtet, im Flurneuordnungsverfahren geregelt werden.

Mit Erstaunen, so Kölling in einer vom Samtgemeinderat abgesegneten Stellungnahme an die GLL, habe er feststellen müssen, dass der Ausschluss der Förderung der Maßnahmen aus dem EU-Förderprogramm PROFIL nur gegenüber der Samtgemeinde Bodenteich und den drei Mitgliedsgemeinden ausgesprochen wurde. In der Samtgemeinde Wrestedt zum Beispiel wisse man nichts von dieser Regelung, wie Rückfragen ergeben hätten. Auch im Altbezirk Braunschweig werde davon scheinbar kein Gebrauch gemacht.

Diese Entscheidung, so Kölling, sei für die Samtgemeinde und die Mitgliedsgemeinden Bad Bodenteich, Lüder und Soltendieck nicht hinnehmbar. Sie habe zur Folge, dass frühestens mit Beginn bzw. Abschluss der Baumaßnahmen im Rahmen der Autobahnprojekte (circa 2020) dringend notwendige Wegebaumaßnahmen mit Fördermitteln durchgeführt werden könnten. Das, so Kölling, wäre nach Ablauf der Förderperiode. "Die Samtgemeinde und die Mitgliedsgemeinden fühlen sich im Verhältnis zu allen durch die Autobahn betroffenen Gemeinden benachteiligt", kritisiert der Samtgemeindebürgermeister.

Erschienen: 04.09.2007: AZ / 206 / Seite:8

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare