Ganz ehrlich, ...

. . . der Uhlenköper hat so seine Probleme mit der weißen Winterpracht. Andere, das weiß er, lieben den Schnee und genießen Spaziergänge durch die verschneite Landschaft. Für den Uhlenköper ist das aber nichts. Er vermisst die Farben in all dem Weiß.

Er holt sich kalte Füße, wenn er durch den Schnee watet. Und wenn er zum wiederholten Male sein Auto an einem Tag freischaufeln muss, weil die Flocken unaufhörlich vom Himmel gefallen sind, flucht er leise vor sich hin. „So etwas Unnützes wie Schnee“, schimpft er dann. Die weiße Pracht darf ja auch nicht einfach so aus den Städten abtransportiert werden, wenn zu viel Schnee gefallen ist. Wie der Uhlenköper vor zwei, drei Jahren lernte, gilt der Schnee, der in Innenstädten zu finden ist, als Sondermüll. Verrückt, findet der Uhlenköper. Es ist doch nichts anderes als Regenwasser nur in einer anderen Form.

Die nächsten Wochen und Monate muss der Uhlenköper noch tapfer sein, bis der Frühling wieder Einzug hält, die Vögel fröhlich zwitschern, die Krokusse farbenfroh im satten Grün der Wiesen zu finden sind und die Sonne einem das Gesicht wärmt. Bis dahin muss sich er wohl notgedrungen mit einem Becher Glühwein warm halten. Auch nicht schlecht, findet der

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