Frustrierend ist es, . . .

.  . . wenn man in der Küche schnippelt, rührt und kocht und am Ende: alles verdorben. Der Uhlenköper hat es sich allerdings auch nicht einfach gemacht.

Er wollte traditionelle Gerichte ausprobieren, nach einem fremdsprachigen Kochbuch, das er sich aus seinem Urlaub mitgebracht hat: Die erste Suppe sollte mit kleinen Nudeln zubereitet werden, die zunächst in der Pfanne ein wenig angeröstet werden müssen. Also übersetzte er Wort für Wort und tat die Nudeln in die heiße Pfanne und beschäftigte sich nebenbei mit dem Säubern der Möhren – nur kurz, aber schon zu lange. Es stieg ein unangenehmer Duft auf und ihm wurde klar, die Nudeln waren schwarz und ungenießbar. . . Da griff er dann doch nach seinen üblichen Spaghetti im Schrank. Sein nächster Versuch galt einer Linsensuppe. Eine Stunde hat es gedauert, bis das gut duftende Gemüse fertig war. Jetzt noch den Pürierstab – und zack brach er entzwei und es lief ein wenig Schmieröl in die Suppe hinein – verdorben. . . Doch der Uhlenköper ließ sich nicht klein kriegen und versuchte sich an einer Pastete aus dem Kochbuch. Zunächst kochte er eine Creme, dann stolperte er über die Mengenangabe fürs Gewürz und übersetzte für sich „zwei große Löffel Zimt“ – schwupps hinein, Blätterteig zusammengefaltet, ab in den Backofen. Nach 30 Minuten biss der Uhlenköper in die fertige Pastete hinein – und schmeckte weder Huhn noch Petersilie, sondern nur Zimt. . . Aber er gibt nicht auf: Heute testet er eine Kichererbsen-Suppe, der Uhlenköper.

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