Aus dem Bett direkt ins warme Wasser

Ferienwohnungen in der Bevenser Therme

Gänge und Kabinen im ehemaligen Kurmittelhaus der Bevenser Therme
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Das Kurmittelhaus der Bevenser Therme steht schon lange leer. Hier möchte Geschäftsführer Torsten Krier zehn Fünf-Sterne-Ferienwohnungen realisieren.
  • Gerhard Sternitzke
    vonGerhard Sternitzke
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Die Kurgesellschaft investiert 10 Millionen Euro in die Bevenser Jod-Sole-Therme. Im leerstehenden Kurmitttelhaus könnten Fünf-Sterne-Ferienwohnungen entstehen.

Bad Bevensen – Der Tag der Öffnung kann kommen. Der Eingangsbereich der Bevenser Jod-Sole-Therme (AZ berichtete) hinter der neuen Glaslamellen-Fassade ist fertig. Ein neuer Tresen ist installiert. Für Rezepte und andere invididuelle Anwendungen steht nun ein separater Serviceraum zur Verfügung. Der Boden der Grüninsel wurde ausgetauscht, drei Bananenstauden wurden gepflanzt. Während sich die meisten Mitarbeiter der Therme noch in Kurzarbeit befinden, laufen die Planungen für die nächsten Maßnahmen des Zehn-Millionen-Euro-Investitionsprogramms.

Torsten Krier, Chef der Bevenser Jod-Sole-Therme

Mitte Mai soll das Konzept für die Neugestaltung des fast 30 Jahre alten Saunabereichs stehen. „Das Balneum hat so viele Wasserschäden und Mängel“, berichtet Thermen-Chef Torsten Krier. Auch um die Energieeffizenz geht es bei der 5,5 Millionen Euro teuren Maßnahme, die bis Mai 2022 abgeschlossen sein muss. Das ist Voraussetzung, damit die 60-prozentige Förderung fließt.

Dann sollen auch die Stufen verschwinden. „Wir wollen, dass wir vom Parkplatz bis in den letzten Sauna-Bereich und bis zur letzten Anwendung barrierefrei sind“, betont Krier. Los geht es voraussichtlich im September. „Für Bad Bevensen und den Landreis ist das viel Geld, das investiert wird“, betont der Geschäftsführer der Kurgesellschaft.

Und dann ist da noch ein Gebäudeteil, der seit Langem nur noch als Abstellraum dient: das alte Kurmittelhaus. Bis in die neunziger Jahre wurden dort Badekuren und Wärmebehandlungen verabreicht. Seitdem die Krankenkassen die Kuren nicht mehr bezahlen, ist es überflüssig geworden. Zwischenzeitlich hatte die Kurgesellschaft das Gebäude mit dem Kupferdach sogar verkauft. „Wir stecken da jedes Jahr knappe 10 000 Euro rein“, gibt Krier zu bedenken.

Wir wollen in ein Segment vorstoßen, das es in Bad Bevensen so noch nicht gibt.

Torsten Krier, Geschäftsführer

Seine Idee: Auf über 700 Quadratmetern Grundfläche sollen hochwertige Ferienwohnungen geschaffen werden. Entstehen sollen zehn Unterkünfte auf Fünf-Sterne-Niveau. „Wir wollen in ein Segment vorstoßen, das es in Bad Bevensen so noch nicht gibt“, erklärt der Geschäftsführer. „Da wollen wir neue Maßstäbe setzen.“ Damit sei auch sichergestellt, dass die Therme keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten schaffe.

Das Balneum der Jod-Sole-Therme weist Wasserschäden auf. 5,5 Millionen Euro investiert die Kurgesellschaft in den Saunabereich.

Die Gäste hätten neben allem Komfort den Vorteil des direkten Zugangs zur Therme. „Das ist eine sinnvolle Ergänzung“, findet Krier. Für einen Umbau sollen nun Kostenschätzungen erstellt werden. Gegebenenfalls kann die Baumaßnahme schon im Herbst begonnen werden. Die endgültige Entscheidung trifft der Aufsichtsrat im Juni.

Nächste Maßnahme im Investitionsprogramm der Kurgesellschaft ist die Verkleinerung und Umgestaltung des älteren Außenbeckens. Dadurch kann der Energieverbrauch um 40 Prozent gesenkt werden. Als neue Attraktion kommt ein Becken mit zehnprozentiger Sole hinzu. Zudem soll in diesem Zug das Außengelände umgestaltet werden.

Mit den Investitionen hofft Geschäftsführer Krier, noch mehr Besucher anzulocken. Die Zahlen der Bevenser Jod-Sole-Therme waren zuletzt deutlich angestiegen. Vor dem ersten Corona-Lockdown im vorigen Jahr wurden fast 900 Besucher am Tag gezählt.

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