Auf Expedition...

. . . schien ein kleiner Gast in Uhlenköpers Garten kürzlich gewesen zu sein. Unser Mann saß warm und trocken in seiner Wohnung und beobachte mit einem heißen Tee in der Hand das Treiben draußen. Da hatte sich ein Eichhörnchen in den Frost gewagt.

Allerdings huschte es nicht so geschwind, wie wir es von den roten Fellbündeln kennen, durch die Eiseskälte. Stattdessen hockte sich der kleine Fratz neben eine Tanne – die leicht rieselnden Schneeflocken schienen ihn bei seinem Ausflug nicht sonderlich zu stören. Immer wieder tauchte er eine seiner Forderpfoten in den Schnee auf der leicht angezuckerten Erde, fasste sich dann an die Schnauze, um sich dann etwas verduzt zu schütteln – als hätte das Hörnchen etwas anderes als das kühle Nass erwartet. So hockte es mit seinem buschigen Schwanz noch eine ganze Weile vor Uhlenköpers Fenster und unser Mann mochte die Ausdauer dieses kleinen Wichtes kaum glauben. . . Erst als die Flocken vom Himmel dichter und dicker rieselten schien es dem Tier schlicht zu viel zu werden. Mit einem Satz sprang das Eichhörchen auf den Baumstamm an dessen Fuß es zuvor gehockt hatte, und kletterte etwa 15 Meter in die Höhe. . . Auf einem der oberen Zweige angekommen, putzte es sich noch schnell das letzte Weiß aus dem Fell, als wollte es sich „ausgehfein“ machen. . . Dann kletterte es schnell weiter über den Ast, an die Hausmauer, über die Regenrinne auf das Dach – geschickt, ohne ein Zögern. . . Ein Naturschauspiel ganz nach dem Geschmack des verzückten.

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