Straßenmeisterei Holdenstedt

Tritt auf die Euphorie-Bremse: „Der Winter ist noch nicht vorbei“

Ein Streufahrzeug der Straßenmeisterei Holdenstedt wird mit Salz befüllt.
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Auch wenn schon unheimlich viel Streusalz ausgebracht wurde: Die Straßenmeisterei in Holdenstedt bleibt für den Fall gerüstet, dass Schnee und Frost zurückkehren.
  • Lars Becker
    vonLars Becker
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Grün statt Weiß, Blau statt Grau, warm statt eiskalt: Verfrühter Frühling hat den Frost verdrängt und dem Schnee den Garaus gemacht. Aber bleibt das so? In der Straßenmeisterei Holdenstadt ist die Chefin skeptisch.

Uelzen – Das Thermometer ist aus dem zweistelligen Minus ins zweistellige Plus geschossen. „Schnee im Winter ist ja klasse, aber wenn das Grüne durchkommt, ist das auch schön. Wir sehnen uns alle nach Frühling. Aber der Winter macht nur Pause und ist für uns noch nicht vorbei. Der März ist erfahrungsgemäß prädestiniert für Schnee“, sagte Manuela Kapak-Wendt.

Die Leiterin der für Bundes- und Landesstraßen zuständigen Straßenmeisterei in Uelzen-Holdenstedt atmet zusammen mit ihrem Team nach turbulenten Tagen und Wochen zwar durch, aber nicht final auf.

„Selbst wenn es tagsüber acht oder zehn Grad sind, sind nachts null Grad möglich. Dann streuen wir auch noch ab – das merkt man gar nicht so direkt, wenn man erst später das Haus verlässt“, so Kapak-Wendt. Der vom 5. bis zum 16. Februar andauernde Schneefall und Frost ist an die Substanz der Fahrzeuge in ihrem Fuhrpark gegangen. „Irgendwann bei minus 15 Grad ist alles vereist, Streuteller defekt, Leitung blockiert. Wir haben ja nicht alle Fahrzeuge erst gestern gekauft. Jetzt können wir alles reparieren“, so die Leiterin der Straßenmeisterei.

Noch genug Streusalz in der Halle

Für hiesige Verhältnisse sei schon sehr viel Schnee gefallen. „Im letzten Winter hatten wir insgesamt 18 Einsätze zu leisten, die hatten wir jetzt schon Mitte Januar zusammen. Die Winterdienst-Bereitschaft dauert bis Mitte April an – davon sind wir noch zwei Monate entfernt. Wir müssen damit rechnen, dass noch einmal etwas passiert“, warnt sie.

Vorerst sind die Schneepflüge demontiert worden, damit andere Arbeiten erledigt werden können. „Aber die Bereitschaftspläne stehen – und Salz ist auch noch genug in der Halle.“

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