Erst war…

. . . es alles Teufelszeug: Ein Handy, nein, das brauche sie nun wirklich nicht, meinte Uhlenköpers Mutter einst. Doch die Argumente der Erreichbarkeit im Notfall stießen auch bei ihr irgendwann auf offene Ohren, und Uhlenköpers Mutter – mittlerweile zwar im Rentenalter, aber längst noch nicht altes Eisen! – war stolze Besitzerin eines mobilen Telefons.

Einige Jahre lang hat sie sich nun an das gute Stück gewöhnt, telefoniert nicht nur gern von unterwegs damit, sondern schreibt seit geraumer Zeit auch mit wachsender Begeisterung Kurznachrichten, sprich: SMS. Kurz vor dem Wochenende dann verweigerte das Handy von heute auf morgen seinen Dienst. Ein Blick vom Experten ins Innere des kleinen Instrumentes ergab: Nichts mehr zu machen. Das Ding ist hin. Guter Rat war jetzt teuer, denn ein Wochenende ohne Handy? Das konnte sich Uhlenköpers Mutter nun gar nicht vorstellen! Und so flitzte unser Mann am nächsten Tag los und erstand ein neues Modell; gleich am nächsten Tag brachte er es seiner Frau Mama. Und die musste sich eingestehen: Diese zwei Tage ohne Handy, ohne ständige Erreichbarkeit und ohne SMS, das war schon ein irgendwie unangenehmes Gefühl, befand die Mutter eines schmunzelnden Uhlenköpers.

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