Die Energieversorgung sicher machen

Deutschland braucht eine sichere Energieversorgung. Dabei stehen Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit im notwendigen Verhältnis zueinander.

Die Bundesregierung hat unter Angela Merkel mit ihrem Energiekonzept schon vor der Katastrophe in Japan den Ausstieg aus der Kernenergie und den Einstieg in die regenerative Energieversorgung geplant. Kernenergie stellt in diesem Konzept eine noch notwendige Brückentechnologie dar, um den Umbau auf regenerative Energien konzeptionell und realistisch bis zum Jahr 2050 zu ermöglichen. Die schlimmen Ereignisse in Japan zeigen, dass der eingeschlagene Weg dieser Bundesregierung für einen Einstieg in das regenerative Zeitalter richtig ist. Allerdings zeigen die Vorfälle in Fukushima auch, dass dieser Weg noch einmal beschleunigt werden muss und die Sicherheitsanforderungen überprüft werden müssen. Daher ist es richtig, dass die sieben ältesten Atommeiler vom Netz genommen worden sind, um eine erneute Begutachtung vornehmen zu können. Parallel ist dazu eine Ethikkommission unter dem Vorsitz des früheren CDU-Umweltministers Prof. Dr. Klaus Töpfer eingesetzt worden, um alle gesellschaftspolitischen Aspekte noch einmal einzubeziehen. Nach der nächsten Tagung am 13. Mai soll Ende des Monats eine Empfehlung dieser Kommission abgegeben werden, die in die gesamtpolitische Entscheidung für Mitte Juni einfließen soll. Meine persönliche Devise war schon immer, Kernenergie nur soweit wie absolut notwendig zu nutzen. Ich halte es jedoch für wenig sinnvoll, wenn wir ersatzweise auf den Import von Kernenergie aus womöglich weniger sicheren Anlagen in direkter Grenznähe zu uns angewiesen sind. Weiterhin ist für mich zu berücksichtigen, dass Deutschland ein Arbeitsplatzstandort ist, der eine verlässliche Energieversorgung benötigt. Energiepolitik ist daher auch ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen. Außerdem ist es für mich von besonderer Bedeutung, dass Familien – neben den steigenden Spritpreisen – ihre Energie in den Haushalten auch noch bezahlen können. Ich begrüße es daher, dass wir in der Union eine Energiepolitik betreiben, die frei von Ideologie, aber von tiefgreifender Sachlichkeit geprägt ist.

Henning Otte ist CDU-Bun-destagsabgeordneter für den Wahlkreis Celle-Uelzen.

Von Henning Otte

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare