Wer auf einer Hochzeit ...

. . . tanzen möchte, muss einige Uhlenköpersche Kriterien berücksichtigen. Das gilt nicht nur für Braut und Bräutigam, sondern auch für die Gäste.

Da es nicht mehr üblich ist, sich per Paartanz über die Fläche zu bewegen, sind die Verhaltensregeln offensichtlich nicht mehr so eingängig, wie Frau Uhlenköper bis zum vergangenen Wochenende noch vermutet hatte. Also, es beginnt mit dem Hochzeitstanz: Nicht jede Braut und jeder Bräutigam können den Langsamen Walzer, geschweige denn den Wiener Walzer, reibungslos darbieten. Gerade deshalb sollten die Außenstehenden nicht auf die Idee kommen, „1-2-3“ mitzuzählen, sondern es lieber taktvoll beim Mitklatschen belassen – wenn überhaupt. Wer dann das Glück hat, als Zweiter mit der Braut zu tanzen, darf sich ihren Schritten anpassen, denn an diesem Abend geht es nur darum, die Dame in Weiß ins rechte Licht zu rücken. Und anschließend gilt: Wenn vier Paare tanzen und zwei Damen sich daneben frei zur Musik bewegen, darf man nicht einer der beiden den Arm um die Hüfte werfen, so dass die weitere Person im „Regen“ stehen bleibt – und alleine neben fünf Paaren tanzt. Wenn am Sonnabend diese wenigen Punkte eingehalten worden wären, hätte sie nicht so viele Körbe verteilen müssen und sich erheblich besser amüsiert, die Frau.

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