Eine Nacht. . .

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...  im Bahnhof wollte der Uhlenköper eigentlich vermeiden, als er zum abendlichen Konzert nach Hamburg fuhr. Angewiesen auf den letzten Zug zurück nach Uelzen, saß der Uhlenköper bereits bei der ersten Zugabe in der großen Arena wie auf glühenden Kohlen und verließ während des zweiten Songs schweren Herzens den Zuschauerraum.

Schnell die Garderobe aufsuchen, den Vorsprung nutzen und den ersten Shuttle-Bus zur Bahn-Station nehmen, war sein Plan. Doch es scheiterte nicht nur am mangelnden Orientierungssinn, auch die Rettungsdienstler, die ihm die Richtung wiesen, haben sich vertan. So irrte der arme Uhlenköper über die Etagen der Arena – bis auch das restliche Publikum den Saal verließ und er sich von der Masse Richtung Garderobe schieben ließ. So fuhr dem feststeckenden Uhlenköper ein Bus nach dem anderen vor der Nase davon, der nächste ließ auf sich warten. Schließlich kam er zum Bahnhof – und der Zug war weg. Doch alle Schweißausbrüche waren umsonst: Wochentags gibt’s einen zusätzlichen Zug, weiß seitdem der Uhlenköper.

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