Familienausschuss empfiehlt Förderantrag für das Mehrgenerationenhaus

„Es ist ein Zugewinn für Ebstorf“

Die Förderung durch den Bund für das Mehrgenerationenhaus in Ebstorf soll wieder beantragt werden.
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Die Förderung durch den Bund für das Mehrgenerationenhaus in Ebstorf soll wieder beantragt werden.

Ebstorf – Es geht um einen Zuschuss des Bundes von 40 000 Euro jährlich für das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Ebstorf: Der Familienausschuss des Klosterfleckens hat sich jetzt mit dem Thema auseinandergesetzt. Denn bis Ende September muss die Förderung beantragt werden.

Wobei vonseiten der CDU die Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis für das MGH gestellt wurde.

„Wir würden die acht Jahre so nicht mitgehen, weil mit Einführung der Ganztagsschule die Nachmittagsbetreuung nicht mehr gebraucht wird“, erklärte Catharina Förster. Daher würde die CDU zwei Jahre vorschlagen, da so die Betreuung für die Eltern sichergestellt werden kann. Danach müsse man auch sehen, ob das MGH in seiner jetzigen Form und am selben Standort bleiben soll. „Acht Jahre wären dann eine zu lange Zeit“, sagte Förster. Zudem gebe auch der Klosterflecken jährlich 40 000 Euro hinzu.

„Das MGH ist mehr als nur die Nachmittagsbetreuung. Es ist ein Zugewinn für Ebstorf und für die Jugendlichen ein Anlaufpunkt“, sagte Katja Böhme (SPD). Daher sei ihre Fraktion auch dafür, den Antrag zu unterstützen. Das MGH trage auch dazu bei, soziale Grenzen zu überwinden, betonte Anna Giza-Braun (UWG).

Gemeindedirektor Hans-Peter Hauschild erklärte, dass der Förderzeitraum zwar auf acht Jahre festgelegt sei, aber durchaus ein früherer Ausstieg möglich sei. „Ob dann Gelder zurückgezahlt werden müssen, müsste dann aber noch geklärt werden“, sagte er. Die im Förderprogramm geforderte kommunale Einbindung des MGH gebe es zudem schon. Wie etwa beim Markt der Möglichkeiten oder der Teilnahme an politschen Sitzungen oder anderen Projekten.

„Man hat festgestellt, dass der bisherige Förderzeitraum von vier Jahren zu kurz ist, weil dann die Sicherheit für das Projekt und die Mitarbeiter fehlt“, erklärte MGH-Leiter Guido Wrage im Ausschuss. Die acht Jahre bedeuten auf jeden Fall nicht, dass man nicht auch etwas ändern könnte. Inzwischen sei das MGH in Ebstorf gut vernetzt und helfe, wo es helfen könne. „Wo immer was geht, versuchen wir zu unterstützen“, sagte Wrage.

Der Ausschuss empfahl schließlich einstimmig, dass die erneute Förderung für das MGH beim Bund beantragt werden soll. VON LARS LOHMANN

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