Angela Geschonke überarbeitet Konzept

Zahl der Übernachtungen steigt: Ebstorf braucht Pensionen

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Angela Geschonke, Vorsitzende des Vereins Urlaubsregion Ebstorf, freut sich über eine Zunahme der Übernachtungen um knapp drei Prozent.

Ebstorf – Wer macht in Ebstorf Urlaub? Der Klosterflecken liegt ein bisschen im Windschatten der touristischen Schwergewichte wie den klassischen Heidedörfern, der Stadt Lüneburg oder Bad Bevensen, doch die Übernachtungszahlen sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr um knapp drei Prozent gestiegen.

Zuvor gab es ein Minus von 1,8 Prozent. 40 600 Übernachtungen zählte Angela Geschonke, Vorsitzende des Vereins Urlaubsregion Ebstorf. Das sind immerhin 20 Prozent der Bevenser Bilanz. .

Ein Hotel, wie häufig von den Ebstorfern vermisst, sucht man vergebens, dafür aber kommen die Pensionen und Ferienwohnungen bei den Urlaubern gut an. „Wir haben eine gute Qualität im Vier- und Fünf-Sterne-Bereich, und im Vergleich zu den touristischen Hochburgen sind wir günstig“, erklärt Angela Geschonke. „Die Leute wollen einen guten Komfort und sind bereit, dafür zu bezahlen.“

Allerdings müssen sie und ihre Mitarbeiterin in der Ebstorfer Tourist-Info manchen Kunden enttäuschen. Etwa Radtouristen oder Pilger auf der Durchreise. „Es fehlen einfach Übernachtungsbetriebe, die zwei Übernachtungen mit Frühstück anbieten. Wir brauchen unbedingt kleine Pensionen und kleine Gästehäuser im mittleren Preissegment“, sagt Angela Geschonke.

Bislang gibt es im Gebiet der ehemaligen Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf 27 private Pensionen und Ferienwohnungen. Ein großer Teil der Übernachtungen entfällt auf vier gewerbliche Betriebe und das Missionarische Zentrum Hanstedt.

Das Kloster mit der berühmten Weltkarte ist immer noch die Hauptattraktion in der Urlaubsregion, gefolgt vom Missionarischen Zentrum mit den Besinnungs- und Pilgerwegen, den Natururlaubern und Radtouristen, den Veranstaltungsbesuchern und dem Arboretum Melzingen. Der typische Ebstorf-Besucher ist 60 plus und kulturinteressiert. Er liebt die Natur und er wandert und radelt gern. Es kommen aber auch viele Familien.

Die Veranstaltungen sind für die Urlaubsregion Ebstorf wichtig. „Wir wollen Lust machen, mal wiederzukommen“, sagt Angela Geschonke. Der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus hat trotzdem empfohlen, dass man sich auf eine Großveranstaltung im Jahr beschränkt, und Angela Geschonke wird ihr Veranstaltungskonzept entsprechend überarbeiten.

Eine Frischekur soll auch die Ebstorfer Touristinfo im Herbst erhalten. Wie, das soll in Abstimmung mit einer Innenarchitektin der Lüneburger Heide GmbH festgelegt werden. Aber Angela Geschonke verrät schon mal: „Die Heide ist lila.“

VON GERHARD STERNITZKE

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