Grundbesitzer schließen Vertrag mit Gemeinde: Sicheres Fahren von Brockhöfe nach Ellerndorf

Wriedeler geben Land für Radweg

Stehen in den Startlöchern: Werner Harneit (links) und Peter-Uwe Breyer (beide CDU) sind mit der Grobplanung fertig. Foto: Brütt

Wriedel. Die CDU der Gemeinde Wriedel wagt einen weiteren Vorstoß in Sachen Radwegebau zwischen Ellerndorf und Brockhöfe. Die Zustimmung der betroffenen privaten Grundbesitzer liegt vor – zumindest für die Teilstrecke auf dem Gebiet der Gemarkung Wriedel.

Am Montag haben Gemeinde und Grundbesitzer einen entsprechenden Vertrag unterschrieben.

„Wir sind glücklich, dass wir das fraktionsübergreifend hinbekommen haben“, sagte Breyer. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

Ob und wann der Radweg aber umgesetzt werden kann, ist durch dieses Schriftstück noch nicht gesichert. Denn nur 1,5 Kilometer der insgesamt 3,8 Kilometer langen Strecke zwischen Ellerndorf und Brockhöfe liegen in der Gemarkung Wriedel. Das andere Teilstück gehört zu dem Gebiet der Gemeinde Eimke. Damit ein künftiger Radweg also nicht auf der Grünen Wiese zwischen Brockhöfe und Ellerndorf endet, sind auch Gespräche mit Grundbesitzern der Eimker Seite notwendig. Die Firma Rheinmetall, der ein Teil der Strecke gehört, hat bereits Kooperation signalisiert. Das wurde bei einem runden Tisch, an dem Politiker der Gemeinden Eimke und Wriedel sowie Vertreter des Kreises in unregelmäßigen Abständen über den Weg diskutieren, deutlich.

Auch die Finanzierung des Radweges ist nicht gesichert. Generell werden die Kosten für Radwege an Kreisstraßen von Kreis, Samtgemeinde und Gemeinde gemeinsam getragen. Zumindest in diesem Jahr sind jedoch weder von Seiten der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf noch vom Landkreis Ausgaben für den Weg zwischen Brockhöfe und Ellerndorf geplant. Im März hatte der Ebstorfer Samtgemeinderat entschieden, dass der Radweg zwischen Vinstedt und Ebstorf vor dem Hintergrund der bevorstehenden Fusion mit der Samtgemeinde Bevensen Priorität vor dem zwischen Brockhöfe und Ellerndorf habe und für dessen Bau 390 000 Euro in den Haushalt eingestellt (die AZ berichtete). „Wir haben nun trotzdem alles in die Wege geleitet, damit der Radweg zwischen Ellerndorf und Brockhöfe gebaut werden kann, falls doch noch Geld frei wird“, sagt Breyer. „An dem Wichtigsten, dem Grund und Boden, liegt es nicht.“

Über den Bau eines Radweges an der Kreisstraße 32 wird bereits viele Jahre diskutiert. Notwendigkeit eines Radweges zwischen Brockhöfe und Ellerndorf steht außer Frage. Denn die dort verlaufende Kreisstraße 32 ist nicht nur sehr schmal und dadurch für Radfahrer gefährlich, sondern zum Teil stark befahren – nämlich immer dann, wenn die Bundesstraße 71 westlich von Eimke aufgrund von Schießübungen der Firma Rheinmetall gesperrt wird. Dann wird der Verkehr zwischen Munster und Uelzen über die K 32 umgeleitet – eine Gefahr für Fahrradtouristen, die die Ellerndorfer Heide besuchen, und auch für die Einheimischen.

Von Wiebke Brütt

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