Etat 2014

Wriedel: Haushaltsberatung im Eiltempo

WRIEDEL -  „Wir wissen, dass der Gestaltungsspielraum gering ist. Aber in diesem Spielraum wollen wir mitgestalten und nicht nur abnicken“, machte Jörg Peter (CDU) am Montagabend seinem Ärger Luft.

Grund dafür, dass dem Christdemokraten die Hutschnur hoch ging: Die Haushaltsberatungen im Gemeinderat Wriedel, die es seiner Meinung nach kaum gegeben habe.

Denn den Haushaltsplan 2014, der zur Abstimmung stand, sahen die Gemeinderatsmitglieder erst wenige Minuten bevor sie die Hände heben sollten in seiner endgültigen Form – als Tischvorlage. „Das ist ein absolutes Novum, dass wir als Rat den Haushalt erst kurz vor der Sitzung bekommen“, monierte Peter. Akzeptiert würde dieses Vorgehen von der CDU nur, aufgrund der „Begleiterscheinungen“ – Bürgermeister Peter Uwe Breyer (CDU) und Verwaltungsfachkraft Doris Rahn waren krankeitsbedingt längere Zeit ausgefallen.

Dementsprechend unkonventionell segnete Wriedels Politik die Gemeindefinanzen ab: Nachdem die Ratsleute zunächst kurz in dem mehrseitigen Zahlenwerk geblättert hatten, stellte Kämmerer Wilhelm Oelstorf die Finanzen der Gemeinde kurz dar, beantwortete Fragen. Danach eine etwa 20-minütige Sitzungsunterbrechung, damit sich der Verwaltungsausschuss der Gemeinde ohne Publikum über das Papier verständigen konnte. Dann: einstimmiges Votum für den Haushalt und anschließend die kritischen Töne von Peter. - wb

Die ganze Diskussion zu diesem Vorgehen lesen Sie am Mittwoch in Ihrer AZ.

Rubriklistenbild: © dpa

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