Mensch 2013: Inge Pfanzagl sorgt für ein volles DRK-Haus in Ebstorf

„Wir müssen anbauen“

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Organisiert zahlreiche Veranstaltungen beim DRK-Ortsverein Ebstorf: Die 79-jährige Inge Pfanzagl.

Ebstorf. Es ist „ihr Ding“, ihr Herz hängt an ihrem Ortsverein: Seit fast 26 Jahren ist die Inge Pfanzagl die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Ebstorf. Und ohne sie wäre der Verein jetzt nicht da, wo er beheimatet ist: im DRK-Haus am Domänenplatz in Ebstorf.

Inge Pfanzagl ist daher eine der zehn Nominierten für „Mensch 2013“ – eine Aktion der AZ und der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen Zentrum Uelzen.

Als 1988 ein neuer Vorsitzender für den DRK-Ortsverein gesucht wurde, erklärte sich Inge Pfanzagl, sie feiert im Mai ihren 80. Geburtstag, spontan bereit, diesen zu übernehmen. „Ich war zwar Mitglied im Ortsverband, aber ich hatte keine Ahnung, auf was ich mich da einlasse“, sagt sie im AZ-Gespräch. In den ersten Jahren gab es im Ortsverein acht Veranstaltungen pro Jahr. „Jetzt haben wir manchmal acht am Tag“, erzählt Inge Pfanzagl.

Als das ehemalige Feuerwehrgerätehaus leer stand, konnte das DRK das Gebäude mieten und die obere Etage ausbauen. „Dort fanden Versammlungen, verschiedene Feiern, das zweite Frühstück oder auch Ehrungsnachmittage statt“, sagt die Vereinsvorsitzende. Schnell wurde es dort zu eng. Nachdem das Gebäude in den Besitz des DRK übergegangen war, wurden die unteren Räume ausgebaut.

„Das ging und geht alles nur, weil wir in Ebstorf die vollste Unterstützung des DRK-Kreisverbandes hatten und haben“, betont Inge Pfanzagl. Schon bei der offiziellen Einweihung des Gebäudes begrüßte sie den Vorstandsvorsitzenden Konrad Lampe mit den Worten: „Herr Lampe, wir müssen anbauen.“ Sie sollte Recht behalten – angebaut wurde zwar nicht, aber das Haus ist täglich mit Leben gefüllt. „Es ist eine Begegnungsstätte für alle Menschen“, sagt Inge Pfanzagl. Mit ihrem unerschöpflichen Ideenreichtum schafft sie es, immer wieder neue Dinge im Haus zu installieren.

„Meine Philosophie ist es, dass man nicht ständig etwas Neues bieten muss, sondern warten muss, bis ein ,Kind‘ laufen gelernt hat.“ Und diese Philosophie gibt ihr Recht. In diesem Jahr feiert der Computerclub ebenso wie die Radtourgruppe ihr fünfjähriges Bestehen. Seit zehn Jahren gibt es das zweite Frühstück und seit 25 Jahren den Spielenachmittag.

„Alle diese Gruppen können nur bestehen, weil wir so viele engagierte Menschen haben. Wir sind ein großes Team, das perfekt zusammenarbeitet“, weiß Inge Pfanzagl. Manchmal brauche man sich nur anzusehen und alle wissen, was zu machen sei. Wichtig für die Ebstorferin ist auch die Verbindung von Haupt- und Ehrenamt. So steht für die Mitarbeiter des Pflegedienstes immer eine Kanne Kaffee und Kekse bereit. Die Mitarbeiter von Krippe und Kindergarten kommen regelmäßig zu Dienstbesprechungen im Haus zusammen.

Inge Pfanzagl ist mit großem Herzen bei der Sache – täglich ist sie im DRK-Haus zu finden, packt mit an, deckt die Tische einladend und sorgt dafür, dass das Haus ein Haus zum Festhalten für andere Menschen ist. Und neben der ganzen Organisation hat sie auch immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte anderer und hilft, wo sie kann.

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