Ebstorf: FBE/UWG will Plakatierungsverbot

Werden Werbebanner verbannt?

+
Vor allem an der Lüneburger Straße in Ebstorf hängt an fast jedem Laternenpfahl mindestens ein Plakat. Damit soll jetzt Schluss sein, fordert die FBE/UWG-Gruppe im Rat. 

Ebstorf. Zirkusse, die längst schon den Ort verlassen haben. Konzerte, deren Klänge vor Monaten verhallt sind, und Künstler, die zuletzt vor einem Jahr auf der Bühne gestanden haben. – Die Plakate an Ebstorfs Straßen künden zunehmend von Veranstaltungen in der Vergangenheit.

Und das stört die Politik des Klosterfleckens schon länger. Im Sommer vergangenen Jahres hatte sie, wie berichtet, vereinbart, dass das Plakatieren im Ort kostenpflichtig werden müsste, um es in geordnete Bahnen zu lenken. Jetzt legt die Gruppe von FBE und UWG einen Antrag auf ein Plakatierungsverbot vor.

„Derzeit wird die Plakatierung generell überall erlaubt beziehungsweise hingenommen“, schreibt darin die stellvertretende Gruppenvorsitzende Anna Giza-Braun. „Problematisch sind hier nach unserer Auffassung nicht die Plakate per se, sondern in erster Linie die nicht zeitgemäße Entfernung.“

Teilweise nämlich hingen die Hinweise „eine unangemessene Zeit über“, so Giza-Braun. „Vom Wetter und von der Aktualität her gekennzeichnet tragen die Werbeplakate so dazu bei, dass das Ortsbild negativ beeinträchtigt wird“, heißt es weiter in dem Antrag.

Statt der wilden Plakatier-erei befürwortet die FBE/UWG-Gruppe jetzt das Aufstellen dreier Plakatwände an den viel befahrenen Ortseingängen – aus Richtung Lüneburg, Uelzen und Bad Bevensen kommend. „Ebenso“, so Anna Giza-Braun, „wäre es möglich, die hiesigen Schaukästen gegen eine geringe Gebühr – inklusive Aufhang und Abhang – Interessierten zur Verfügung zu stellen.“ Die Gruppe der Wählergemeinschaften möchte das Thema jetzt in den politischen Gremien beraten wissen.

Die Stadt Bad Bevensen hatte bereits im Frühjahr 2016 das Plakatieren in der Kurstadt reglementiert – ausgenommen davon ist lediglich die Wahlwerbung. An nunmehr noch 15 ausgewählten Standorten dürfen an eigens dafür vorgesehenen Dreiecksständern Werbebanner angebracht werden. Für jeweils einen halben Monat können die Flächen von gewerblichen Werbern gebucht werden – die Kosten dafür betragen 13 Euro pro Tag für 15 Plakattafeln.

Von Ines Bräutigam

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.