Anlieferung des Pflasters für Ebstorfs Domänenplatz verzögert sich / Vandalismus sorgt für Schäden

Warten auf Steine

+
Stellvertretende Bauamtsleiter Thorsten Brinck (5. von links) informierte den Bauausschuss des Klosterfleckens Ebstorf über die Baufortschritte auf dem Domänenplatz.

Ebstorf. Eigentlich war alles vorbereitet. Der Bauausschuss des Klosterfleckens Ebstorf erschien am Mittwochabend vollzählig auf dem Domänenplatz, und auch die Verwaltung war mit dem stellvertretenden Bauamtsleiter Thorsten Brinck vor Ort, um sich die Musterpflasterflächen anzuschauen.

Doch die Hauptdarsteller fehlten – die Steine.

„Die befinden sich auf einem Schiff irgendwo zwischen China und Hamburg“, berichtete Brinck, während er das Gremium über den Domänenplatz führte, der momentan einer Sandwüste gleicht. Vermutlich Ende Juni werden die Steine Ebstorf erreichen. Was ärgerlich sei, da der Bauausschuss ein Muster fürs Verlegen der Steine empfehlen sollte. Er wisse zwar von mindestens drei Stellen allein in Mecklenburg-Vorpommern, wo man Steine bekommen könnte, aber die für den Bau verantwortliche Firma habe ihre eigenen Vertragspartner. Die Gemeinde habe darauf keinen Einfluss, so Brinck.

Doch nicht nur fehlende Steine sorgen bei den Bauarbeiten am Domänenplatz für Schwierigkeiten. „Der Vandalismus ist ein großes Problem“, stellte der stellvertretende Bauamtsleiter fest. Immer wieder würden die frisch gesetzten Granitborde von Unbekannten umgestoßen oder aus dem Fundament gerissen. So seien erst diese Woche wieder Randalierer auf der Baustelle unterwegs gewesen. Manchmal werde so die Arbeit eines ganzen Tages wieder zunichtegemacht.

Momentan seien die Bauarbeiten etwa zwei Wochen in Verzug. „Ich rechne eher damit, dass sie sich noch etwas mehr verzögern. Aber man sollte auch bedenken, dass wir am Herzstück des Klosterfleckens arbeiten und Rücksicht auf die Anlieger nehmen“, stelle Brinck klar. So finden etwa Bauarbeiten direkt am Kindergarten nur sonnabends statt.

Auch die Arbeiten für die inzwischen fertiggestellten zwei Hauptkanäle, je einen für Regenwasser sowie Abwasser, sorgen auf Schwierigkeiten. Zum einen lag eine Gasleitung nicht so tief, wie sie eigentlich sollte, zum anderen trafen beim Kindergarten mehrere Leitungen des alten Mischwasserkanals aufeinander. „Eine Gruselecke, weil kaum Platz vorhanden ist, um die Anschlüsse neu zu verlegen“, sagte Brinck, stellt aber klar: „Das ist alles keine Katastrophe, wir bauen ja im Bestand.“ Dabei würden immer unvorhergesehene Dinge passieren.

Die nächsten geplanten Baumaßnahmen seien der Bau einer Umfahrung sowie die Aushubarbeiten auf dem Domänenplatz, informierte Brinck.

Von Lars Lohmann

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare