Samtgemeinderat befürwortet mehrheitlich den Förderantrag zum Umbau des Waldemars in Ebstorf

Waldemars in Ebstorf: Die Politik zeigt Flagge

+
Das Waldemar ist in die Jahre gekommen, soll aber erhalten werden – die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf will jetzt für die erheblichen Kosten, die eine Sanierung verursachen würde, Zuschüsse vom Bund beantragen.

Ebstorf. Das Waldemar in Ebstorf soll erhalten werden. Das, so betonte Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer in der Sitzung des Samtgemeinderats Bevensen-Ebstorf, sei Konsens in der Politik.

Und ebenso Konsens sei, dass mit dem Wunsch nach einem Erhalt auch die Notwendigkeit einer umfangreichen Sanierung des Bades einher gehe. Damit dieser finanzielle Kraftakt auch geschafft werden kann, will die Samtgemeinde jetzt Fördermittel für die Rundumerneuerung des Waldemars einwerben.

Es sei die große und einzige Chance, bei diesem Projekt noch die Kurve zu bekommen, so Kammer. Denn als erstes Finanzierungspaket ist im Haushalt 2016 eine Summe von 750 000 Euro vorgesehen. 2,25 Millionen weitere Euro sind für 2017 veranschlagt, um unter anderem das Außenbecken komplett zu erneuern und das Hallenbad mit einer Erweiterung zu versehen (AZ berichtete). Allein, so betonte der Samtgemeindebürgermeister, werde man die Finanzierung nicht tragen können. Alle Hoffnung liegt daher zurzeit auf dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes.

Aus diesem Topf, „so scheint es“, sagte Hans-Jürgen Kammer vorsichtig, könnten möglicherweise 45 Prozent der Kosten gefördert werden. Die Verwaltung solle es zumindest versuchen, war mehrheitliche Meinung des Samtgemeinderats, der bei zwei Enthaltungen dem Förderantrag zustimmte. Der Samtgemeindebürgermeister hatte zuvor gemahnt, Flagge zu zeigen: „Die Bürger brauchen und erwarten eine Entscheidung, ob die Politik auch dazu steht.“

Sollte es zu einer Förderung kommen, sähe der grobe Fahrplan wie folgt aus: Die Neu- beziehungsweise Umbauphase würde 2017 sein, im nächsten Jahr wären zuvor die genauen Planungen und Ausschreibungen fällig.

Von Ines Bräutigam

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare