Baustopp am neuen Feuerwehrhaus in Wriedel / Samtgemeinde spricht Firma Mängelrüge aus

Von den Wänden fällt der Putz

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Am Neubau für die Feuerwehr Wriedel-Schatensen tut sich derzeit nichts: Weil erst Mängel bei der Bauausführung im Innern geklärt werden müssen, können auch die weiteren Arbeiten nicht in Angriff genommen werden.

Wriedel. Der Neubau des Feuerwehrhauses für die Freiwillige Feuerwehr Wriedel-Schatensen scheint unter keinem guten Stern zu stehen.

Im Sommer vergangenen Jahres stand der Bau vier Monate lang still, weil der Landkreis weitere Gutachten zu Bauteilen eingefordert hatte. Derzeit ruhen die Arbeiten erneut. Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf bestätigt auf AZ-Nachfrage, dass sich dort seit mehr als zwei Wochen nichts tut.

„Ursache ist, dass sich Risse im Putz gebildet und sich teilweise kleine Flächen gelöst haben“, erläutert Samtgemeinde-Sprecher Jörn Nolting. „Dadurch können die Eigenleistungen der Feuerwehr wie Malerarbeiten oder Heizungsmontage nicht weiter ausgeführt werden.“ Die Schadensursache sei noch nicht abschließend untersucht, sagt er. „Es wurde allerdings seitens der Samtgemeinde eine Mängelrüge ausgesprochen. Die zuständige Firma wird die Schäden beheben.“ Genauere Informationen soll es aufgrund der Weihnachtsfeiertage allerdings erst Mitte Januar geben.

„Die Fertigstellung ist für die erste Jahreshälfte geplant und immer stark abhängig von den Eigenleistungen“, so Nolting. „Vor März rechnen wir allerdings nicht mit der Fertigstellung des Feuerwehrhauses.“ Der Kostenrahmen ist derweil unverändert: Er werde, wie bisher grob kalkuliert, mit 1,2 Millionen Euro beziffert, heißt es. Wie berichtet, hatte die Samtgemeinde erst im Sommer dieses Jahres eine Kostensteigerung der ursprünglich mit einer Million Euro veranschlagten Baukosten um rund 200 000 Euro absegnen müssen. Vor allem eine geänderte Statik des Stahlbaus und Architektenhonorare für die Bauleitung seien Ursache dafür gewesen. Im Samtgemeinderat Bevensen-Ebstorf wurde die Tatsache, nun tiefer in die Tasche greifen zu müssen, kontrovers diskutiert. Am Ende war aber mehrheitlich klar, dass man das Geld freigeben müsse, um keine Bauruine zurückzulassen.

Von Ines Bräutigam

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