Georgsanstalt Ebstorf präsentierte Ergebnisse eines Projekts zur Europäischen Union

Der „Union Jack“ auf Halbmast...

Mit den Flaggen der EU-Länder begrüßten die Schüler die Gäste der Ausstellung. Fotos: Buhr
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Mit den Flaggen der EU-Länder begrüßten die Schüler die Gäste der Ausstellung.

Ebstorf. Alle 28 Fahnen der Mitgliedsstaaten der EU wehten vor dem Eingang der Georgsanstalt Ebstorf – die von Großbritannien allerdings auf Halbmast. Dann eröffnete die Eurovisionsfanfare die Ausstellung.

„Wir laden euch im Rahmen des jährlichen Politik-Projekts zu unserer Europa-Ausstellung und einem Fragebogen zu den Themen ein“, begrüßte Klassensprecher Max Ripke aus Klasse 12 der Fachoberschule Agrar alle anderen Klassen.

Süße europäische Knabbereien gab es zu Zahlen, Fakten und Daten über die EU.

Politiklehrerin Dr. Ute Schmidt-Mennerich führt ein jährliches Projekt durch, um den Unterricht lebendiger zu gestalten. Gemeinsam war das Thema schnell gefunden und die einzelnen Bereiche waren eingegrenzt. „Die Schüler waren unglaublich aktiv, hatten immer wieder neue Ideen und sind sehr kreativ geworden, um die aufgegriffenen Punkte anschaulich darzustellen“, berichtete Dr. Schmidt-Mennerich begeistert. „Wir haben dieses aktuelle Thema in Schwerpunkte aufgeteilt und immer neue Ideen zur Darstellung entwickelt,“ so Klassensprecherin Evamaria Breuker.

Lasse Hartmann lud zum Melken am Kuhmodell ein.

Eine Landkarte der EU-Mitgliedsstaaten musste mit entsprechenden Flaggen bestückt werden, was sich als gar nicht so leicht erwies. Die Bedrohung des Friedens durch Terrorismus dokumentierte Pascal Pastoor mit Fotos des World Trade Centers, der Geiselnahme von Beslan, der Anschläge beim Boston Marathon, in Nizza, aber auch in Berlin. Die Zuständigkeiten des Europäischen Gerichtshofs wurden genauso erläutert wie der Flüchtlingseinsatz der Vereinten Nationen.

Natürlich spielte auch der Agrarbereich eine große Rolle. Lasse Hartmann lud nicht nur an der Modellkuh zum Melken ein, sondern listete die Vorgaben auf, die Landwirte erfüllen müssen, um EU-Förderungen für die Entwicklung des ländlichen Raums zu erhalten. Carina Kloppenburg und Philipp Wolff informierten über den Euro und die Bankenkrise.

Evamaria Breuker und Sina Annabel Bauck begrüßten am selbstgebauten Zaun: „Willkommen in Europa!“ Die Beweggründe der Migration sind vielfältig und reichen von besseren Lebensbedingungen über sicherere Arbeits- bis zu vielfältigeren Bildungsmöglichkeiten.

Großbritannien nahm auch in der Ausstellung einen Extra-Raum ein, in dem die Vor- und Nachteile von Europa, eine Wahlanalyse zum Brexit und die Geschichte dargestellt wurden. 1961 stellte Großbritannien den ersten und 1967 den zweiten Aufnahmeantrag. 1973 erfolgte der Beitritt und wurde bereits im Jahr 1975 das erste Mal in Frage gestellt. Ganz nach britischem Beispiel lud eine Wahlurne zur Schülerabstimmung über einen „Dexit“ ein.

Der angebotene Kaffee in extra mit dem Europa-Sternenkranz bedruckten Bechern und die Leckereien aus Nachbarländern versüßten den Besuch der Ausstellung.

Von Monika Buhr

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