„Das Angebot ist gut“

Umfrage zu Ebstorfer Wochenmarkt: Befragte sind zum großen Teil zufrieden

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Besondere Aktionen wie der Besuch von Brot für die Welt auf dem Ebstorfer Wochenmarkt sollen mehr Besucher auf den Winkelplatz locken.

Ebstorf – Wie beliebt ist der Wochenmarkt in Ebstorf? Was vermissen die Besucher und findet der Markt überhaupt zur richtigen Zeit statt? Diese Fragen stellten vor den Sommerferien Schüler der Oberschule Ebstorf den Besuchern des Marktes.

Die Ergebnisse stellte jetzt die Leiterin der Tourist-Information, Angela Geschonke, im Ausschuss für Wirtschaft- und Tourismus vor.

„Viele haben gesagt, das Angebot ist gut und der Markt findet in einem guten Ambiente statt“, sagte Angela Geschonke. Kritisiert wurde die Zahl der Stände und die Breite des Angebots. 40 Prozent der 200 Befragten sind mit dem Angebot zufrieden.

Zwei Drittel der Befragten ist weiblich und die Hälfte sind Senioren. 40 Prozent sind berufstätig. „Wenige junge Familien kaufen auf dem Wochenmarkt ein“, berichtete Angela Geschonke den Ausschussmitgliedern. Der Großteil der Besucher kommt mit 70 Prozent aus Ebstorf – der Rest kommt aus Orten, die bis zu zehn Kilometer entfernt liegen. „Die Hälfte der Befragten kommt jede Woche auf den Wochenmarkt. 30 Prozent kaufen dort einmal im Monat ein“, erklärte Angela Geschonke.

Der Hauptgrund, warum viele auf einen Einkauf auf den Wochenmarkt verzichten, ist die Zeit. „Die Leute kaufen nicht, weil sie keine Zeit haben“, sagte Angela Geschonke. Als Probleme gebe diese Gruppe den Zeitpunkt am Freitagmorgen an. Auch schlechte Parkmöglichkeiten werden als Grund angegeben, nicht auf dem Markt einzukaufen. Eine Möglichkeit, die überdacht werden sollte, ist es laut der Leiterin der Tourist-Info, die Öffnungszeit des Marktes bis 13 Uhr zu verlängern. Eine Verlegung auf Sonnabend sei hingegen nicht sinnvoll, da dann der Wochenmarkt in Uelzen stattfindet, auf dem 83 Prozent der Befragten angeben, einzukaufen.

Hauptwunsch bei der Erweiterung des Angebots ist ein Käsehändler. Geschonke habe schon Gespräche mit möglichen Anbietern geführt. Doch viele Marktbeschicker hätten aufgrund ihres Alters gesagt, dass sie keinen zusätzlichen Wochenmarkt mehr besuchen wollen, so Angela Geschonke. Bisher habe sie mehrere Absagen erhalten.

Einig sind sich die Befragten darin, dass es auf dem Wochenmarkt ein Bewirtungsangebot geben sollte. 70 Prozent geben laut Angela Geschonke an, dass sie sich einen Bratwurststand und eine Versorgung mit Getränken wünschen.

Um das Angebot noch attraktiver zu machen, soll es auch spezielle Aktionstage geben, um mehr Menschen auf den Markt zu locken. So fand ein Flohmarkt statt und das Brot-für-die-Welt-Mobil besuchte den Wochenmarkt.

VON LARS LOHMANN

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