„Es ist höchste Zeit, dass was passiert“

Tödlicher Unfall in Bahnhofstraße: Ebstorfs Bürgermeister will Zebrastreifen

+
Verkehr auf der Ebstorfer Bahnhofstraße: Nachdem eine Fußgängerin angefahren wurde, die inzwischen verstorben ist, fordert Bürgermeister Heiko Senking Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit.

Ebstorf – Nachdem eine Seniorin beim Überqueren der Bahnhofstraße schwer verletzt worden ist (AZ berichtete) – sie erlag später ihren Verletzungen – bemüht sich Ebstorfs Bürgermeister Heiko Senking erneut darum, die viel befahrenen Straße sicherer zu machen. Unter anderem erneuert er die Forderung nach einem Zebrastreifen auf der Landesstraße.

„Es ist höchste Zeit, dass was passiert“, sagt der Bürgermeister von der UWG. „Die Situation in der Bahnhofstraße hinsichtlich des Verkehrs ist zunehmend besorgniserregend und bedarf einer schleunigen Diskussion mit den betreffenden Behörden. Seit Oktober sind mittlerweile vier Unfälle mit Personenschäden zu beklagen.“ Hinzu kämen viele Beinahe-Unfälle.

„Die Bahnhofstraße ist zu den Stoßzeiten gar nicht mehr zu queren, schon gar nicht für Ältere und Kinder“, hat der Bürgermeister beobachtet. Die Straße sei auch sehr unübersichtlich. Seine Forderung: Ein gut beleuchteter Zebrastreifen, der möglichst bis zum Herbst, bis zum Beginn der dunklen Jahreszeit, fertig seien soll.

Auch der Bauausschuss des Klosterfleckens soll sich mit der Entschärfung der Straße befassen. Senking schlägt zusätzlich vor, im Rahmen des Austauschs alter Leuchtmittel in der Straße für eine bessere Ausleuchtung zu sorgen. Auch Bordsteine könnten abgesenkt werden, damit Senioren leichter die Straße überqueren können. „Wir brauchen eine Entschärfung“, ist Senking überzeugt.

Der Leiter der Unfallkommission Andreas Dobslaw weiß, dass es auf Höhe der Tankstelle, wo der Unfall passierte, häufig eng wird. Hier münden leicht versetzt Danziger und Sprengelstraße ein, und zusätzlich fahren Fahrzeuge bei der Tankstelle auf und ab. Bei den Unfällen der letzten drei Jahre habe es sich um Auffahrunfälle und kleine Vorfahrtsverstöße gehandelt, bei denen es lediglich leicht verletzte gegeben habe. „Das ist traurig, aber Anlass für Maßnahmen gibt es nicht“, sagt Dobslaw.

Dieser Sicht schließt sich auch Kreissprecher Martin Theine an. Weil es keine Häufung von Unfällen gebe, seien derzeit auch keine Maßnahmen geplant.

Eine Verkehrszählung der Landesstraßenbaubehörde habe allerdings ergeben, dass ein Fußgängerüberweg im Bereich der GWK-Wohnanlage und der beiden Bushaltestellen möglich sei. „Eine unbedingte Notwendigkeit ergibt sich aufgrund der Querungszahlen und der Unfalllage allerdings nicht.“

VON GERHARD STERNITZKE

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare