Premieren-Schnupperstunde im DRK-Haus am Domänenplatz

Ebstorf: Tanz mit dem Rollator

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Ob mit oder ohne Rollator – alles ist in Bewegung. Der Premieren-Schnuppertag für das neue Angebot im DRK-Haus am Domänenplatz in Ebstorf fand am Freitag statt. 

Ebstorf – „Ich habe früher gerne getanzt, dann wurde das wegen des Alters weniger. Aber jetzt, mit dem Rollator, geht es wieder. “ Die schon etwas in die Jahre gekommene Dame hat immer noch ein gerötetes Gesicht und glänzende Augen.

Bei ihr und den anderen Teilnehmern ist das neue Angebot „Tanz mit dem Rollator“ bei der Premiere am Freitag im DRK-Haus am Domänenplatz 2 in Ebstorf ganz augenscheinlich gut angekommen.

Meike Karolat vom Vorstand des DRK-Ortsverbandes Ebstorf ist zufrieden, denn sie hatte die Idee, Doris Höhn in den Flecken zu holen. Seit rund zwei Jahren bietet Doris Höhn das etwas andere Tanzen für Menschen, die auf den Rollator angewiesen sind, schon beim DRK in Uelzen an. Nicht ganz so lange gibt es diese „Tanzstunde“ in Rosche; in Bad Bevensen ist ein Neustart im Januar geplant. Das wird die Dame freuen, die extra für diese Schnupperstunde aus der Kurstadt nach Ebstorf gekommen ist.

Doris Höhn, Trainerin

Im 14-tägigen Rhythmus wird es dieses Tanz-Angebot für in ihrer Bewegung Eingeschränkte an jedem zweiten Freitag im DRK-Haus in Ebstorf geben. Nicht nur Mitglieder sind gern gesehen, auch DRK-Fremde können in der Zeit von 11 bis 12 Uhr das Tanzbein schwingen – der nächste Termin ist am 4. Oktober. „Das Tanzen mit dem Rollator“, so Höhn, „befreit, fördert die Konzentration, dient der Koordination, stärkt die Kondition. Und es macht außerdem Spaß.“

Es ist die Mischung, auf die es ankommt: Mal schwungvolle Musik, mal etwas Sanfteres, mal tänzerischer Ausdruck im Gehen, dann wiederum - was mit dem Rollator ja wunderbar geht - als Sitztanz. Da werden die Beine und Füße bewegt, die Arme geschwungen, in die Hände geklatscht. Allein Musik zu hören, merkt Meike Karolat an, sei gut für die Seele, öffne die Sinne. Der erste Schritt, der ja auch auf die anderen in der Runde zuführe, sei der Wichtigste.

Nächstes Treffen in Ebstorf am 4. Oktober

Und, so betont sie, dieses Tanzen mit dem Rollator ist nicht nur auf Frauen beschränkt. Ganz nebenbei wird an diesen Tagen überprüft, ob das Gefährt richtig eingestellt ist und ob die Benutzer sich in ihren Bewegungsabläufen optimal verhalten. Sowohl Höhn als auch Karolat sind sich sicher, dass die Ebstorfer dieses Angebot zum Tanz mit dem Rollator ebenso gerne annehmen wie die Menschen in der Kreisstadt. Mit den Worten „Also, dann bis zum 4. Oktober“ werden die Teilnehmer an der Schnupperstunde am Freitag verabschiedet.

VON FOLKERT FRELS

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