Politik will das Problem orientierungsloser Besucher auf dem Ebstorfer Domänenplatz lösen

Die Suche nach Klo und Kloster

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Das Ebstorfer Kloster ist vom Domänenplatz aus eigentlich gut zu sehen – dennoch soll eine Beschilderung her, weil die suchenden Gäste immer mehr werden. 

Ebstorf. Wer auf dem Domänenplatz in Ebstorf steht, sucht zwei Dinge mit wachsender Verzweiflung: das Kloster und eine öffentliche Toilette.

Das jedenfalls wurde mehrfach an Politik und Verwaltung herangetragen, sodass sich der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus jetzt mit diesem Thema beschäftigte.

Hinweisschild Nummer 1 ist direkt am Kloster angebracht.

Dass man das Kloster übersehen kann, darüber konnten die Anwesenden erst mal nur staunen. Schließlich überragt der historische Bau mehr oder weniger den gesamten Ort. Doch Angela Geschonke, Leiterin der Ebstorfer Tourist-Info versicherte, dass es diesbezüglich immer wieder ratlose Touristen gebe. „Der Weg vom Domänenplatz zum Kloster ist scheinbar nicht für alle offensichtlich“, sagte sie und schlug daher vor, entsprechende Schilder auf dem Platz anzubringen.

Hinweisschild Nummer 2, das Besuchern den Weg zum Kloster weisen soll. Nur: Bis hierher muss man es erst einmal schaffen.

Die Lösung des Problems mit den fehlenden öffentlichen WCs scheint da etwas aufwendiger. Wer auf dem Domänenplatz ein dringendes Bedürfnis verspürt, könnte theoretisch die Toiletten in der Tourist-Info auf dem Winkelplatz nutzen. Hierfür müssten entsprechende Schilder aufgestellt werden. Denn weder das DRK-Haus noch das Mehrgenerationenhaus am Domänenplatz müssten ihre WCs für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. „Eine öffentliche Nutzung ist dort nicht möglich“, betonte Geschonke.

Die Klos in der Tourist-Info seien zwar verschlossen, während der Saison, also vom 1. April bis 31. August, montags bis freitags zu den Öffnungszeiten der Tourist-Info könnte man sie aber öffnen. Sonnabends und sonntags, stellte Angela Geschonke eine Überlegung in den Raum, müsste man den Schlüssel bei benachbarten Gastronomen oder Geschäften deponieren. Einmal wöchentlich würden die WCs in der Tourist-Info gereinigt; bei Bedarf könnte man das Reinigungsintervall auch verkürzen.

Catharina Förster (CDU) gab zu bedenken, dass bei einer öffentlichen Nutzung aus ihrer Sicht eine tägliche Reinigung erforderlich sei. Das Hinterlegen eines WC-Schlüssels in der Nachbarschaft halte sie allein schon aus organisatorischen Gründen für problematisch. Hans-Peter Hauschild (SPD) und Gudrun Klippe (Grüne) fanden jedoch, dass es einen Versuch wert sein sollte. Allerdings, so Klippe, müsse man das Thema mit den öffentlichen Toiletten mal grundsätzlich anpacken. Welche Lösung kurzfristig umgesetzt werden soll, beraten derzeit die Fraktionen des Gemeinderats.

Von Ines Bräutigam

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