Traktor ist bestellt

Start für Ebstorfs Bauhof: Mitarbeiter sollen das Erscheinungsbild verbessern

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Das Team des neuen Ebstorfer Bauhofes beim Arbeitseinsatz gegen Laub auf dem Domänenplatz (von links): Torsten Hektor, Patricia Pritzel und Vorarbeiter Bennet Korbmacher.

Ebstorf – Arbeitseinsatz am Domänenplatz. Patricia Pritzel harkt das letzte Laub auf den Grünstreifen des historischen Platzes zusammen.

Am Fahrstreifen entlang sind bereits fein säuberlich alle fünf Meter kleine Laubhäufchen aufgeschichtet, die ihre Kollegen Torsten Hector und Bennet Korbmacher nun mit Schaufel und Besen aufnehmen und auf den bereitstehenden Anhänger werfen.

Pritzel und Hector sind in Ebstorf bekannte Gesichter, aber jetzt haben sie hier auch offiziell ihren Arbeitsplatz. Seit dem Jahreswechsel besitzt der Klosterflecken wieder einen eigenen Bauhof.

Vorangegangen waren viele Beschwerden von Bürgern und Politikern, dass der Flecken vom Samtgemeindebauhof in Bad Bevensen vernachlässigt werde. Bislang seien die Arbeiten nach und nach abgearbeitet worden. „Da konnte es sein, dass Ebstorf hinten anstehen musste“, sagt Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf. „Wir haben künftig den direkten Zugriff auf das Personal.“ Davon erhofft sich der Klosterflecken, dass der Ort zukünftig ein noch besseres Bild abgibt. Vor allem die Hauptstraßen und die zentralen Plätze sollen besser gepflegt werden.

Aller Anfang ist schwer. Vorläufig sind die drei Bauhof-Mitarbeiter in Räumlichkeiten der Vereinigten Saatzuchten an der Verladestraße untergekommen. Eine geeignete Immobilie wird noch gesucht. Dafür stehen 550 000 Euro im Haushalt, 120 000 Euro sind für Fahrzeuge angesetzt.

Den Anhänger zieht ein Kleinbus, den zunächst der TuS Ebstorf unter der Woche zur Verfügung stellt. „Wir fangen jetzt erst an“, betont Oelstorf. Ein kleiner Traktor und ein Pritschenwagen sind bestellt, sie kommen im Februar und März. Die nötigen Arbeitsgeräte von der Astschere bis zum Rasenmäher müssen beschafft werden.

Dabei setzt der Klosterflecken auf die Kompetenz von Vorarbeiter Bennet Korbmacher. Seine Priorität setzt dieser in den ersten Wochen auf die Rabatten an der Hauptstraße, liegen gebliebenes Laub und Müll im Ortsbild. Die Schandflecken, wie der 31-Jährige es nennt. Der gelernte Garten- und Landschaftsbauer aus Rosche und seine Kollegen haben dabei für die Bürger ein offenes Ohr. Gemeindedirektor Oelstorf setzt auch auf einen Mobilisierungseffekt, wenn die Einwohner sehen, dass der Flecken mehr für das Erscheinungsbild tut. „Wir hoffen, dass auch die Bürger noch mehr machen.“

In der Vegetationsperiode soll das Personal aufgestockt werden. Auch ein Ingenieur soll eingestellt werden, der den Bauhof leitet und für Bauvorhaben im Klosterflecken zur Verfügung steht. Grundsätzlich sollen jedoch möglichst viele Aufgaben wie etwa das Mähen größerer Flächen, Baumschnitt oder Pflasterarbeiten an Privatfirmen vergeben werden.

VON GERHARD STERNITZKE

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