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Sechs Wochen ohne Badespaß im Ebstorfer Waldemar

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Von: Lars Lohmann

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Die Becken des Freibades Waldemar ohne Wasser.
Die Ebstorfer müssen bis 2024 auf den Freibadbereich des Waldemar verzichten. Während der Sanierung des Sanitärbereichs wird jetzt auch Hallenbad für sechs Wochen geschlossen.  © Privat

Sechs Wochen werden die Ebstorfer noch vor den Sommerferien ohne ihr Bad auskommen müssen.

Der Grund sind anstehende Arbeiten an den Sanitäranlagen im Hallenbad des Waldemar. Alte Abwasserleitungen aus den 1970er-Jahren müssen ausgetauscht werden, die Toiletten und die Duschbereiche werden modernisiert.

Die Arbeiten werden laut Thomas Fisahn, allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, extra so gelegt, dass die Sommerferien nicht betroffen sind. Da auch das Freibad aufgrund des geplanten Umbaus geschlossen ist, bleibt als einziges geöffnetes Bad der Samtgemeinde für diesen Zeitraum nur das Rosenbad in Bad Bevensen, wie Fisahn im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen erklärte. „Die Arbeiten laufen parallel zu der jährlichen Instandsetzung des Beckens im Hallenbad, wenn sowieso kein Schwimmen möglich wäre“, sagte er. Aber: Nur zwei der drei Gewerke für die Sanierung konnten bisher vergeben werden. Die Sanitärarbeiten wurden noch einmal ausgeschrieben. Man sei aber überzeugt, den Zeitplan mit einer Schließung vom 30. Mai bis zum 13. Juli einhalten zu können. Am 14. Juli beginnen die Sommerferien.

„Einen guten Zeitpunkt gibt es nicht. Aber das ist jetzt der günstigste“, sagte Badleiter Dominik Wolf. Die betroffenen Vereine könnten ins Rosenbad ausweichen. Zeiten für sie seien dort geschaffen worden, zum Beispiel an den Montagen, der für sie Verfügung stehe.

Doch gerade die Frage, wie die Kinder zum Rosenbad gelangen sollen, sorgte für Nachfragen der zahlreich erschienenen Einwohner. Sie beklagten schlechte Busverbindungen, erhöhte Kosten für die Vereine, auf denen sie sitzen gelassen werden oder schlugen vor, dass ein Bus-shuttle organisiert wird.

In Sachen Busverbindungen verwies Fisahn auf den Landkreis, da dies in seinen Aufgabenbereich falle. Die Anregung, Fahrtkostenzuschüsse für die Vereine zu geben, soll geprüft und diskutiert werden.

Beim Umbau des Freibadbereichs konnte Fisahn keinen neuen Sachstand verkünden. Aktuell prüfe die Landesbaubehörde die Unterlagen. Danach werde wohl im Juni der Bauantrag beim Landkreis eingereicht. „Wir versuchen, es beim Landkreis zu beschleunigen“, sagte Fisahn.

Angesichts des ambitionierten Zeitplans regte Jens Ziegeler (UWG) an, doch jetzt schon die Ausschreibung vorzubereiten. „Die Fertigstellung zur Saisoneröffnung 2024 ist ambitioniert. Vor allem wenn noch nicht einmal die Ausschreibung raus ist.“

Es sei nicht empfehlenswert, schon jetzt die Ausschreibung zu machen, so Fisahn. Denn es könnte während der Genehmigung zu Änderungen kommen, die mit eingeplant werden müssen. Der Zeitplan könne eingehalten werden.

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