Ebstorf prüft Ausweitung vom „Klosterquartier“, um eventuelle Gilde-Pläne zu unterstützen

Schützenplatz ins Fördergebiet?

Falls die Gilde sich für einen Umbau des Schützenhauses entscheiden sollte, könnte eine Ausweitung des Fördergebiets hilfreich sein, lautet die Auffassung des Fleckens. Foto: Bräutigam
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Falls die Gilde sich für einen Umbau des Schützenhauses entscheiden sollte, könnte eine Ausweitung des Fördergebiets hilfreich sein, lautet die Auffassung des Fleckens.
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Ebstorf. Knapp vier Millionen Euro sollen bis zum Jahr 2025 in das Klosterquartier Ebstorf fließen – das Landesförderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ macht’s möglich.

Zurzeit wird in Ebstorf darüber diskutiert, das Fördergebiet auszuweiten und den Schützenplatz mit einzubeziehen. Diese Erweiterung nämlich hätte folgenden Effekt: Die Schützengilde Ebstorf erwägt seit einiger Zeit den Umbau ihres Schützenhauses und könnte somit von einer Finanzspritze profitieren.

Derzeit ende das Klosterquartier-Fördergebiet am Hans-Rasch-Weg, erklärt Ebstorfs Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf im AZ-Gespräch. „Wir haben uns aber mit dem Treuhänder unterhalten, ob das Sanierungsgebiet erweitert werden könnte“, sagt er. Die Gilde könnte möglicherweise mehrere Hunderttausend Euro in eine Umgestaltung beziehungsweise einen Umbau des Schützenhauses investieren, so Oelstorf. „Das können die nicht allein stemmen“, glaubt er und will sich daher stark machen für besagte Förderung.

Und an noch einer Weichenstellung für die Ebstorfer Gilde arbeitet der Flecken: Die Verwaltung prüft, was ein Bebauungsplanverfahren für den Schützenplatz kosten würde. Dieser ist nämlich derzeit reines Waldgebiet. Ein Flächennutzungsplan existiert nicht. Externe Veranstaltungen im Schützenhaus, die hin und wieder stattfinden, müssen daher stets einzeln vom Landkreis genehmigt werden. Mit einer festgelegten Flächennutzung und einem Bebauungsplan entfiele dieser Aufwand dann, so Oelstorf.

Zurück zum Klosterquartier: Land und Bund tragen bei den Projektkosten zusammen zwei Drittel, der Klosterflecken übernimmt das verbleibende Drittel. In diesem Jahr stellt Hannover 28 000 Euro zur Verfügung. Die Standfestigkeit der Domänenmauer soll damit unter anderem überprüft werden, kündigt Wilhelm Oelstorf an. Auch die Beleuchtung an der Lüneburger Straße soll dieses Jahr geplant werden.

Von dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ können auch private Hausbesitzer profitieren, betont der Gemeindedirektor. Allerdings werden die Geldspritzen nur zögerlich in Anspruch genommen. Im Flecken loten Politik und Verwaltung daher aus, wie man damit umgeht. „Wir überlegen, ob wir die Förderrichtlinien anpassen“, sagt Wilhelm Oelstorf, „und die Förderung durch den Flecken für Private zu erhöhen.“

Auch für die Sanierung der Domänenscheune bahnt sich offenbar eine Lösung, ist Oelstorf froh. Das Gebäude ist im Privatbesitz und eines der zentralen Objekte des Fördergebiets, seine Komplettsanierung aber eine kostspielige Angelegenheit. Man sei jetzt aber auf einem guten Weg, so der Gemeindedirektor, dass zumindest die Giebelseite saniert werden könne.

Von Ines Bräutigam

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