Heute eröffnet die Ebstorfer Wirtschaftsgemeinschaft ihre „Beach“

Sand im Schuh inklusive

Fein und fluffig muss er sein, der Sand – Erhard Peters, Vorsitzender der Ebstorfer Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ist zufrieden mit der angelieferten Qualität. Foto: Bräutigam
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Fein und fluffig muss er sein, der Sand – Erhard Peters, Vorsitzender der Ebstorfer Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ist zufrieden mit der angelieferten Qualität.
  • VonInes Bräutigam
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Ebstorf. Im Winter 2010 standen Werner Wülfcken und Erhard Peters in der Glühweinbude des Ebstorfer Weihnachtswaldes und sinnierten vor sich hin. „Nix los hier“, meinte Wülfcken.

Doch Peters stieß ihm aufmunternd in die Seite: „Macht nichts, Werner, im Sommer machen wir hier ‘ne Cocktailbar auf. “ Wolf-Dieter Hohensee schnappte das zufällig auf und sagte spontan: „Und ich liefere den Sand dafür. “ Die drei Herren sahen sich an. Zufrieden. Denn damit war die von da an jährlich stattfindende „Beach“ in Ebstorf geboren.

Ab heute, Freitag, wird das Strand-Spektakel auf dem Winkelplatz nunmehr zum siebten Mal gefeiert. 18 Tage lang werden die Aktiven der Ebstorfer Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) Klassiker wie den Caipirinha, aber auch vielsagende Eigenkreationen wie einen „1200er Drink“, „Blondes Gift“ oder das „Lampenfieber“ in die bunten Becher mischen und für ausgelassene Stimmung sorgen. EWG-Vorsitzender Erhard Peters und seine Vorstandskollegen Uli Wellmann, Petra Gierke sowie Edeltraud Dittmar und Daniel Kötke sind gestern eifrig dabei, mit tatkräftiger Unterstützung vieler Helfer den Sand auf dem Winkelplatz zu verteilen, die Cocktailbar aufzustellen und zu bestücken.

„Das ist die längste Freiluftveranstaltung im Landkreis“, stellt Peters nicht ohne Stolz fest. „Wir wollen damit den Ebstorfern die Gelegenheit geben, sich mitten im Ort zu treffen, bei Gesprächen und Live-Musik.“ Bewährtes wird dabei mit Neuem gemixt, sagt er. So gibt es auch in diesem Jahr die Wahl zum Mr. und zur Mrs. Beach am 29. Juli und eine Strandkorb-Verlosung am letzten Beach-Tag; neu sind derweil einige Musik-Acts wie Bernie am 23. Juli oder die Frederic Rooters Jazz Band aus Bad Bevensen am 5. August. Zuhören kostet nichts. „Wir machen es für die Ebstorfer“, sagen Peters, Wellmann und Gierke. „Summer in the City“ lautet einmal mehr das Motto der „Beach“-Sause, und davon soll jeder etwas haben.

An einigen Tagen schenken nicht nur die EWG-Vorstandsleute in der Cocktailbar aus, sondern verscheidene Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft haben angekündigt, mit eigenen Cocktail-Rezepten auftrumpfen zu wollen. Und Erhard Peters weiß, dass die Besucher durchaus schon ihre Vorlieben entwickelt haben. „Manche lassen sich zum Beispiel nicht von mir bedienen, sondern wollen lieber zu Petra“, grinst er in Richtung seiner Vorstandskollegin. „Die ist nämlich großzügiger bei den Mischungen...“ Wie genau welcher Cocktail zusammengemixt wird, sehen die Bar-Leute an Rezepten, die hinter dem Tresen aufgehängt werden.

Die EGW-Leute sind also so gut wie startklar. Während die Sandfläche gestern akkurat geharkt wird, planen sie die letzten Handschläge: Uli Wellmann muss noch das Spülmobil für die mehr als 400 Becher holen, Edeltraud Dittmar hat schon die glitzernden Deko-Wedel und Strohhalme herangeschafft und Petra Gierke packt gerade die neuen Eiswürfel-Boxen und den Caipirinha-Stößel aus. Die Kühlschränke stehen bereit und müssen nur noch angeschlossen werden, die Wände für die Cocktailbar werden zusammengeschraubt. Alles läuft Hand in Hand. Man ist zufrieden. Da klopft sich am Rande des Geschehens Edeltraud Dittmar ihre Ballerinas aus. Erhard Peters stichelt keck: „Na, Edeltraud? Sand im Schuh?“ Die Schriftführerin der EWG lacht. „Ist jetzt eben so. Das ist die Beach!“

Von Ines Bräutigam

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