Sanierung für Ebstorf

Rolle rückwärts beim Rathaus Ebstorf: Politiker lehnen Anbau in Bevensen ab

Wird das Ebstorfer Rathaus nun doch saniert? Die Politik macht die Rolle rückwärts.
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Wird das Ebstorfer Rathaus nun doch saniert? Die Politik macht die Rolle rückwärts.
  • Gerhard Sternitzke
    VonGerhard Sternitzke
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Bevensen/Ebstorf – Überraschende Kehrtwende in Sachen Rathäuser: Auf Antrag von CDU, SPD und FDP hat der Samtgemeindeausschuss einen geplanten Anbau am Rathaus in Bad Bevensen abgelehnt.

Das berichtet Samtgemeindebürgermeister Martin Feller (Grüne) aus dem nicht-öffentlichen Gremium.

Damit ist auch der Beschluss aus dem vorigen Jahr hinfällig, wegen hoher Sanierungskosten das Rathaus in Ebstorf aufzugeben. Die dort untergebrachte Kämmerei sollte an den Hauptstandort in Bad Bevensen umziehen, für den Klosterflecken eine kleinere Lösung mit Bürgerbüro geschaffen werden.

Auslöser waren offenbar die veranschlagten Kosten von 2,7 Millionen Euro für einen Anbau. Diese Kosten für eine Vergrößerung der Verwaltung könne man nicht mittragen, stellte die FDP bereits im Vorfeld klar. „Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf zählt flächenmäßig zu den größten Samtgemeinden in Niedersachsen. Insofern erscheint es den Liberalen sinnvoll, den hier ländlich lebenden Bürgern weiterhin jeweils eine Verwaltungsstelle in Ebstorf und Bad Bevensen anzubieten“, erklärt Ortsverbandsvorsitzender Bernd Peter. „Denn für uns ist die Verwaltung ein Dienstleister für die Bürger und muss im Bedarfsfall ohne Probleme persönlich erreichbar sein.“

Bürgermeister Feller ist fassungslos. „Wir haben mehrere Gutachten erstellt, haben Arbeitsgruppen arbeiten lassen. Im Moment sind wir in Ankaufsverhandlungen für ein neues Grundstück in Ebstorf“, zählt Feller auf. „Wenn es 2016 den Beschluss zur Sanierung gegeben hätte, wären wir schon fertig gewesen.“ Die Verwaltung hatte für eine Elektro- und energetische Sanierung Kosten von 3,4 Millionen Euro ermittelt.

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