Razzia bei Müller-Wurst in Ebstorf / Geschäftsführer Hermes kündigt Anzeige an

Polizei sucht Gammelfleisch

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Um 8.15 Uhr beginnt die Razzia bei Müller-Wurst in Ebstorf. 60 Beamte sind im Einsatz. Fleischproben werden genommen, Mitarbeiter verhört.

Ebstorf. „Spitzenqualität aus der Lüneburger Heide“, mit diesem Slogan wirbt Müller’s Hausmacher Wurst aus Ebstorf für seine Produkte, die deutschlandweit in vielen Supermarkt-Regalen stehen. Jetzt gibt es Zweifel an diesem Versprechen: Gestern Morgen um 8.

15 Uhr rückt die Polizei mit 60 Beamten zu einer Hausdurchsuchung an. Dabei geht es um die Frage, ob in dem Betrieb Gammelfleisch verarbeitet wurde.

Carolin Castagna, Pressesprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Oldenburg, bestätigt lediglich Ermittlungen gegen zwei Verantwortliche eines Lebensmittelproduzenten wegen des Anfangsverdachts auf Verstoß gegen das Lebens- und Futtermittelgesetz. „Wir haben neben Geschäftsunterlagen auch Fleischproben sichergestellt“, so Castagna. Anlass der Razzia war nach ihrer Auskunft eine nicht anonyme Anzeige.

Lesen Sie hier den Artikel vom Mittwoch.

Neben Beamten der Verfügungseinheit und des dritten Fachkommissariats der Polizeiinspektion Lüneburg, üblicherweise in Betrugssachen beschäftigt, ist auch Bereitschaftspolizei im Einsatz. Auch die Mitarbeiter werden vernommen. Um 15 Uhr ist der Einsatz abgeschlossen.

Gegen 16.30 Uhr reagiert das Unternehmen mit einer Pressemitteilung: „Das Ergebnis nach einer mehrstündigen Untersuchung war so, dass die Anschuldigungen unhaltbar sind und der Betrieb weitergehen kann“, heißt es darin. [...]

Von Gerhard Sternitzke

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