Edeka sieht Entwicklungspotenzial

Ebstorf kauft Fläche am Kiebitzkamp: Platz für einen größeren Supermarkt

Am Kiebitzkamp an der Bahn möchte der Klosterflecken Ebstorf die Möglichkeit für einen größeren Neubau eines ortsansässigen Supermarkts schaffen. Die Edeka-Standortentwicklung sieht Entwicklungsbedarf.
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Am Kiebitzkamp an der Bahn möchte der Klosterflecken Ebstorf die Möglichkeit für einen größeren Neubau eines ortsansässigen Supermarkts schaffen. Die Edeka-Standortentwicklung sieht Entwicklungsbedarf.
  • Gerhard Sternitzke
    vonGerhard Sternitzke
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Ebstorf – Gegessen wird immer. Während der Lockdown Teile der Wirtschaft in einer Art Winterschlaf hält, ist immer was los in den Supermärkten im Süden von Ebstorf. Wie berichtet, sollen sich auch im leer stehenden Penny-Markt bald wieder die Regale füllen.

Dort zieht Netto ein. Und der Klosterflecken will das Einkaufszentrum Kiebitzkamp am südlichen Ortsrand weiterentwickeln.

Im Dezember hat der Fleckenrat den Ankauf einer knapp 4300 Quadratmeter großen Fläche bis zur Bahn beschlossen. Knapp 90 000 Euro sind dafür angesetzt. Damit wird ein bestehendes Gewerbeareal auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei abgerundet.

„Wir hatten bereits verschiedene Anfragen von Interessenten“, berichtet Gemeindedirektor Hans-Peter Hauschild. „Wir wollen aber mitreden, welche Gestaltung dort hinkommt.“ Deshalb seien auch bereits Anfragen von Unternehmen abgelehnt worden.

Die klare Vorstellung des Klosterfleckens: Das Areal soll als Erweiterungsfläche für das bestehende Einkaufszentrum dienen und gleichzeitig einem ortsansässigen Ebstorfer Betrieb Entwicklungsmöglichkeiten sichern. „Auf der Freifläche ist geplant, dass ein Ebstorfer Verbrauchermarkt mit größerer Verkaufsfläche neu aufgebaut wird“, deutet Gemeindedirektor Hauschild an.

Gerüchteweise ist zu hören, dass es um den örtlichen Edeka-Markt geht. Inhaber Klaus Dittmer äußert sich auf AZ-Anfrage nicht. Aus der Standortentwicklung der zuständigen Edeka-Regionalgesellschaft Hannover-Minden heißt es lediglich allgemein: „Wir sehen Entwicklungspotenzial für Ebstorf.“

Der bestehende Edeka-Markt ist bereits relativ beengt. Üblicherweise werden neue Supermärkte von Investoren errichtet und dann an die jeweiligen Kaufleute vermietet.

Hans-Peter Hauschild, Gemeindedirektor.

So weit ist es aber noch nicht. Voraussetzung für die Erweiterung des Ebstorfer Einkaufszentrums ist ein Einzelhandelsgutachten, das der Klosterflecken in Auftrag gegeben hat. „Das Gutachten ist kurz vor der Fertigstellung“, informiert Hauschild. „Das Gutachten wird darstellen, dass Ebstorf mit Verkaufsflächen super gut aufgestellt ist“, erläutert er weiter. Es seien nämlich genug sogenannte Teilsortimenter, die Discounter, vorhanden. Für einen größeren Vollsortimenter mit zusätzlichen Stellplatzflächen sei dagegen durchaus noch Bedarf vorhanden. Andere Gebiete seien für eine solche Vergrößerung eines Marktes im Klosterflecken nicht vorhanden.

Das Einzugsgebiet des Ebstorfer Einzelhandels und der örtlichen Supermärkte ist laut dem Gutachten relativ groß. Es deckt sich in großen Teilen mit den Ausmaßen der ehemaligen Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf und reicht von Wriedel bis nach Natendorf. Selbst Teile der Samtgemeinde Suderburg, so vor allem die Gemeinde Gerdau, gehören zum Ebstorfer Einzugsgebiet.

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