Klosterflecken sucht Flächen für Ansiedlung von Betrieben

Ein neues Gewerbegebiet für Ebstorf

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Im Kiebitzkamp können sich noch kleinere Betriebe ansiedeln, für größere fehlen Flächen.

Ebstorf – Noch ist Platz für neue Betriebe in Ebstorf. Zwischen Bahn und Aldi-Markt wächst noch Getreide. Die fleckeneigene Fläche gehört zum Gewerbegebiet Kiebitzkamp. Dennoch laufen bereits konkrete Überlegungen für ein neues Gewerbegebiet.

Innerhalb von zwei Jahren sollen die Flächen für Investoren zur Verfügung stehen, berichtet Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf. Welchen Bereich der Klosterflecken im Auge hat, verrät er noch nicht.

„Es könnte sein, dass wir weitere Flächen brauchen. Es gibt Interessenten“, sagt der Gemeindedirektor. „Wenn eine größere Halle geplant wird, ist der Kiebitzkamp aber schlecht geeignet“, erklärt Oelstorf. Das 13.000 Hektar große Gelände fällt stark ab, und ein Graben teilt das Gebiet zusätzlich. Das seien Gegebenheiten, die eher für kleine Gewerbebetriebe geeignet seien – auch für ortsansässige Firmen, die einen neuen Standort außerhalb des Kerns suchen.

Voraussetzung für die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets ist laut Landesraumordnungsprogramm die Erstellung eines Einzelhandelskonzepts. „Aus dem Konzept soll sich ergeben, wo der Schwerpunkt für den Einzelhandel im Ort ist“, erläutert Oelstorf. In Ebstorf ist das gar nicht so einfach. Auf der einen Seite gibt es die Geschäfte im Ortskern, auf der anderen Seite die Märkte auf der grünen Wiese. Wo da der Schwerpunkt ist oder sein soll, ist gar nicht leicht zu definieren. Erst recht nicht, wenn ein neues Gewerbegebiet hinzukommt. Fest steht: Für die Betriebe im Herzen des Klosterfleckens gibt es Bestandsschutz.

„Wir möchten beides haben“, betont der Gemeindedirektor. „Den örtlichen Einzelhandel werden wir mit ins Boot holen.“

Auf jeden Fall hofft der Klosterflecken auf weitere Ansiedlungen von Gewerbebetrieben „Wir haben zwar nicht ideale Bedingungen für Ansiedlungen, aber wir haben Betriebe vor Ort, die sich entwickeln möchten“, verrät Oelstorf. Ob man sie in Ebstorf halten könne, hänge auch davon ab, wie schnell der Klosterflecken ihnen entsprechende Flächen anbieten könne.

VON GERHARD STERNITZKE

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