Politiker besuchen Immobilie an der Mauritius-Schule Ebstorf

Speicher des Kaufhauses Kort könnte als Mensa genutzt werden

Mitglieder des Schulausschusses besichtigen den Speicher des Kaufhauses Kort
+
Der Speicher des ehemaligen Kaufhauses Kort in Ebstorf könnte als Mensa für die Ebstorfer Mauritius-Schule umgebaut werden.
  • Gerhard Sternitzke
    VonGerhard Sternitzke
    schließen

Das ehemalige Kaufhaus Kort in Ebstorf steht leer. Der Speicher hinter dem Gebäude könnte als Mensa für die Mauritius-Grundschule umgebaut werden.

Ebstorf – Die Immobilie liegt in Sichtweite. Eine hohe Mauer und die Rückwand des Speichers grenzen an eine Pflasterfläche hinter der Ebstorfer Mauritius-Schule, die Ganztagsschule werden soll. Statt den Verkehrsübungsplatz zu bebauen, könnte die Mensa im ehemaligen Kaufhaus Kort beziehungsweise in dem Speichergebäude entstehen. Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf führt bereits Kaufverhandlungen. Am 5. Juli nutzte der Schulausschuss, der in der Sporthalle tagte, die Gelegenheit, das Objekt zu besichtigen.

Die Kommunalpolitiker werfen einen kleinen Blick in die Räumlichkeiten. Durch einen schmalen Gang geht es in einen rückwärtigen Verkaufsraum. Einzelne unverkaufte Waren stehen noch an der Wand und in Regalen. Der Blick geht zum Schaufenster an der Lüneburger Straße. Eigentümer Hans-Heinrich Kort öffnet weitere große Tore in der Fassade des soliden Ziegelbaus. Garagen.

„Es gibt keine konkrete Planung“, sagt Bauamtsleiter Roland Klewwe im Ausschuss. „Von der Substanz her ist es geeignet umgenutzt zu werden.“ Ein Architekt habe das Gebäude begutachtet. Zur Verfügung stehen 180 Quadratmeter im Erdgeschoss des Speichers – genug, um dort eine Mensa für die Ebstorfer Grundschüler einzurichten, erklärt Klewwe.

Die Samtgemeinde als Schulträger sieht die Chance, den rückwärtigen Bereich der Schule von einer Bebauung freizuhalten. Samtgemeindebürgermeister Martin Feller (Grüne) hatte im Samtgemeinderat darauf hingewiesen, dass der gesamte Bauverkehr als auch die Anlieferung für die Mensa über den Klostervorplatz rollen würde. Schäden im Pflaster wären zu erwarten.

„Ich hatte keine Vorstellung wie klein das ist“, staunt die Ausschussvorsitzende Elke Benecke. Heiko Senking (UWG), der das leerstehende Kaufhaus als Standort für das Rathaus und die Bücherei ins Gespräch gebracht hat, fühlt sich bestätigt. Von der Schule ist es nur einen Steinwurf bis zu dem Speichergebäude, der Mensa in spe. „Besser angebunden geht nicht“, sagt der Ebstorfer Bürgermeister.

Allerdings wird aus dem Rathaus mit Bürgerbüro, Ratssaal und Büros nichts, nachdem Samtgemeindeausschuss und Rat beschlossen haben, dass das Ebstorfer Rathaus saniert wird. Dennoch verfolgt die Verwaltung weiter die Mensa-Pläne. Darüber entscheidet am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung der Samtgemeindeausschuss.

Kritik kommt von Elternseite. Die Planung für die Umwandlung der Mauritius-Schule und den Bau der Mensa sei schon 2018 beschlossen worden. „Wo ist die Wirtschaftlichkeit. Wie ist der Zeithorizont?“, fragt Schul- und Gemeindeelternratsvorsitzende Claudia Kaeber. „Reicht es nicht, einfach den Anbau umzusetzen?“

Die Mensa im Kaufhaus sei nicht die schnellste, aber die beste Lösung, stellt Bauamtsleiter Klewwe fest. Neubau und Umbau zur Mensa werden beide auf etwa eine Million Euro geschätzt, im Fall des ehemaligen Kaufhauses käme der Kaufpreis hinzu.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare