Klosterflecken will historische Domänenscheune sanieren lassen / Voruntersuchung geplant

Neuer Glanz für alten Ortskern

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Bei der 1627 erbauten Domänenscheune in Ebstorf herrscht nach Ansicht des Klosterfleckens dringender Sanierungsbedarf. Welche Förderungen möglich sind und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, soll nun eine Voruntersuchung ergeben.

Ebstorf. Der Klosterflecken Ebstorf treibt die Sanierung des historischen Ortskerns weiter voran: Jetzt nehmen Verwaltung und Politik die Domänenscheune am Domänenplatz in den Fokus, informiert Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf auf AZ-Nachfrage.

„Bei dem Gebäude besteht dringender Sanierungsbedarf. Und wir haben als Gemeinde ein großes Interesse daran, dass es dort weitergeht – auch wenn es eine private Maßnahme ist. Das Gebäude ist immerhin eine der größten Mehrständerscheunen Niedersachsens. “.

Welche Förderungen möglich sind und welche Maßnahmen aus Sicht des Denkmalschutzes an dem 1627 erbauten Haus ergriffen werden müssen, soll nun eine Modernisierungs-Voruntersuchung klären.

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Die Domänenscheune – Ebstorfern auch unter dem Namen „Almsscheune“ bekannt – liegt mitten im Gebiet des Sanierungsprojekts Klosterquartier, in dessen Rahmen unter anderem Domänenplatz, Kirchplatz und Klostervorplatz mit finanzieller Förderung von Land und EU umgestaltet werden. Der Klostervorplatz hat bereits ein neues Gesicht erhalten, der Domänenplatz wird dieses Jahr angepackt. Angelehnt an die historische Bedeutung des Ortes, soll der Platzcharakter durch helle Natursteine stärker hervorgehoben werden – auch wenn die derzeitige Hauptfunktion als Parkplatz erhalten bleibt.

Zudem soll der Verkehrsfluss optimiert und die Zufahrtssituation für Schulbusse sowie Eltern, die ihre Kinder zum Kindergarten oder zur Schule bringen, verbessert werden.

Die ersten Arbeiten werden laut Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf noch im Februar sichtbar werden: „Baumfällarbeiten werden bis Ende des Monats geschehen. Die Vergabe weiterer Arbeiten wird wahrscheinlich im März erfolgen.“ Obgleich während der Bauphase am Domänenplatz zeitweise Parkplätze wegfallen und Autofahrer auf den Schützenplatz sowie den Ortskern ausweichen müssen, soll die Uelzener Straße vorerst nicht zur Einbahnstraße werden, so hat der Bauausschuss empfohlen. „Wir werden zunächst abwarten, wie sich die Situation entwickelt“, kündigt Verwaltungschef Oelstorf an. Grund für die Idee der Einbahnstraßenregelung war, dass befürchtet wird, dass bei einer Sperrung des Domänenplatzes Autofahrer ihre Wagen in der Uelzener Straße abstellen und diese damit zum Nadelöhr mit Rückstau wird.

Während die künftige Optik des Domänenplatzes inzwischen politisch abgesegnet ist, bietet eine weitere Maßnahme derzeit noch Diskussionsstoff: die Gestaltung des Zugangs zum historischen Ortskern. Statt einer Verschwenkung der Fahrbahn aus Hanstedt I kommend in Richtung Mühlenteich, die nach Schätzung der Verwaltung nicht unter 50 000 Euro machbar gewesen wäre, ist aus Kostengründen nun das Anlegen einer Art Baumtor im Gespräch. Verhandlungen mit den Anwohnern, die zugunsten der Baumpaare auf etwas Land verzichten müssten, laufen Oelstorf zufolge bereits.

Von Wiebke Brütt

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