DRK und Klosterflecken Ebstorf wollen Kalkulation für Betreuungsangebot erstellen

Neuer Anlauf für den Nachmittag

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Die Chancen für eine Nachmittagsbetreuung im Ebstorfer Mehrgenerationenhaus stehen derzeit gut.

Ebstorf. „Früher habe ich mal gesagt: Im Leben mach’ ich so etwas nicht wieder. Das hat sich aber geändert“, räumte Peter Vogt jüngst gegenüber dem Familienausschuss des Fleckens Ebstorf ein.

Denn der Geschäftsbereichsleiter des DRK-Kreisverbands hat an eine Nachmittagsbetreuung im Ebstorfer Mehrgenerationenhaus keine guten Erinnerungen. Wie damals berichtet, hatte es Unstimmigkeiten bei der Finanzierung gegeben, mit dem Ergebnis, dass die Betreuung eingestellt wurde. Jetzt allerdings soll es offenbar einen neuen Anlauf geben.

Claudia Kaeber, Elternbeiratsvorsitzende des Ebstorfer Kindergartens, hatte in den vergangenen Wochen bei Eltern den Bedarf nach einer Nachmittagsbetreuung abgefragt. Denn das Warten auf die Ganztagsschule dauert ihr – und vielen anderen Eltern – viel zu lange. Das Ergebnis der Befragung, so berichtete Kaeber den Ausschussmitgliedern, sei beachtlich gewesen: „Es gibt Meldungen für 30 Kinder.“ Viele hätten allerdings gesagt, ihre Teilnahme wäre abhängig von den Kosten. Und diese zu berechnen, müsse nun der nächste Schritt sein.

Die Gemeinde und das DRK wollen diesen Schritt gemeinsam gehen. Die Ausschussvorsitzende Laura Schartner-Zarft (CDU) bat Claudia Kaeber, genauere Zahlen bei den Eltern abzufragen: wer an welchen Tagen wie viele Stunden eine Betreuung benötigt. Auf dieser Basis soll dann eine Kostenkalkulation erstellt werden.

Peter Vogt gibt der Initiative durchaus Aussicht auf Erfolg. Heutzutage sei der Bedarf nach einer Nachmittagsbetreuung größer also noch vor ein paar Jahren, sagte der DRK-Bereichsleiter. Und wenn es sich um ein Betreuungsangebot mit weniger als 20 Wochenstunden handele, sei es auch nicht betriebserlaubnispflichtig. „Man kann es dann so gestalten, wie es vernünftig ist“, erläuterte Vogt. Was die Angelegenheit wiederum deutlich vereinfache. Vogt habe daher die Hoffnung, ein „niederschwelliges“ Betreuungsangebot in Ebstorf auf die Beine zu stellen. „Das steht dem Mehrgenerationenhaus auch gut zu Gesicht“, befand er.

Stefan Gust-von Loh (CDU) betonte in diesem Zusammenhang, dass die Umwandlung der Ebstorfer Mauritiusschule zur Ganztagsschule vorangetrieben werden müsse. Die dazu im Raum stehenden Fragen sollten zügig geklärt werden. „Wir müssen uns positionieren“, forderte er seine Kollegen der Kommunalpolitik auf.

Von Ines Bräutigam

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