Neue Schilder für alte Häuser

Die Bad Bevenser haben sie schon: Ähnlich wie bei den historischen Gebäuden der Kurstadt sollen künftig auch Tafeln über die Schmuckstücke der Samtgemeinde Ebstorf erzählen Foto: Ph. Schulze

Ebstorf. Hier eine Treppe, da ein markanter Bau – manch ein Schmuckstück versteckt sich an Plätzen und Gassen der Samtgemeinde Altes Amt Ebtorf, meist unbeachtet. Zusammen mit Samtgemeindearchivar Manfred Schmidt stellt der Verkehrsverein der Samtgemeinde die historischen Glanzstücke nun ins Licht – und zwar mit einem neuen Beschilderungssystem.

Häuser, Plätze oder Einrichtungen – alles von historischer Bedeutung ist für den Katalog interessant. „Es kommen häufig Gäste in das Verkehrsbüro, die nach einer Klosterführung anfragen, was sie sich hier sonst noch anschauen können“, erklärt Angela Geschonke vom Verkehrsverein. So kam es nicht selten vor, dass die Tourismus-Fachkraft selber zu Stift und Zettel griff. „Ich habe den Besuchern dann aufgezeichnet, was zum Beispiel am Domänenplatz interessant ist und einiges zu den Gebäuden erklärt“, erinnert sich Angela Geschonke an die Entstehung der Beschilderungs-Idee. Denn so charmant diese individuell gezeichneten Karten sind, komfortabler für beide Seiten ist eine fertige, gedruckte Version. Aufgenommen sind bisher unter anderem das Amtskornhaus, das Mehrgenerationenhaus und verschiedene alte Villen. Geschonke: „Ich fände es auch schön, die Ebstorfer Königseiche aufzunehmen und ihre Geschichte auf einer Tafel zu erzählen.“

Erste Entwürfe stehen bereits, wie die Schilder genau aussehen und welcher Inhalt auf ihnen zu finden sein wird, muss erst noch entschieden werden. Im ersten Schritt wurden nun die Eigentümer der jeweiligen Häuser angeschrieben. Später könnte dann eine Karte entstehen, auf der alle Gebäude markiert sind, zu denen es Informationsschilder gibt. Gäste der Samtgemeinde könnten Teile ihrer Urlaubsregion dann auf eigene Faust erkunden. „Dennoch soll dieses neue Angebot keine Konkurrenz zu den regelmäßigen Ortsführungen sein“, merkt Samtgemeindearchivar Manfred Schmidt an.

Noch ist das Beschilderungs-Projekt in seiner Anfangsphase. „Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr die ersten Schilder anbringen können“, erklärt Angela Geschonke den Zeitplan.

„Die Kirchen, der Treppenspeicher und das Naturbad sind schon aufgenommen“, erklärte Karl-Heinz Schulze, Vorsitzender des Verkehrsvereins, auf der jüngsten Sitzung des Rates Wriedel und startete zugleich einen Aufruf. „Wer weitere besondere Gebäude kennt, sollte sich an den Verkehrsverein wenden.“

Von Wiebke Brütt

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