Sanierung im Zeitplan / Derzeit wird Pflaster in Ebstorfs Großbaustelle verlegt

Neue Optik des Domänenplatzes in Naturstein

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Die ersten Natursteine liegen bereits und vermitteln einen Eindruck davon, wie der Domänenplatz künftig aussehen wird.

Ebstorf. „Das wird sehr schön. “ Bürgermeister Uwe Beecken freut sich schon auf die feierliche Einweihung des Domänenplatzes. „Im November soll alles fertig sein und dann wird nicht noch ein halbes Jahr gewartet, sondern sofort eingeweiht.“

Beim Blick über den Platz lässt sich schon gut erkennen, wie er dann aussehen wird. Auf fast der Hälfte der Fläche sind die Natursteine bereits verlegt. Ob dazwischen Sand oder Split eingespült werde, wisse er nicht. Doch die leicht erhöhten Einfassungen zeigen schon deutlich, wo die Beleuchtung und der große Baum stehen werden.

„Historisch gehörte der Platz einst zum Wirtschaftshof des Klosters und war als Sandplatz zwischen den Wirtschaftsgebäuden des Klosters angelegt“, erzählt Beecken, „zwischen Herrenhaus, Domänenscheune, Kavaliershaus und alter Molkerei, später das alte Polizeirevier und das alte Forstamt.“

Die Erd- und Kanalarbeiten sind inzwischen abgeschlossen, 40 Prozent der Pflastersteine sind bereits gesetzt.

Insgesamt vier Mal habe der Klosterflecken den Platz schon angefasst, mal wurde er befestigt mal asphaltiert und nun mit der Naturstein-Pflasterung hofft Beecken optimistisch auf eine Haltbarkeit von 100 Jahren. „Das kommt ganz auf die Nutzung, die angemessene Pflege und Unterhaltung des Platzes an“, neigt Fachmann Edgar Ohland zu etwas mehr Sachlichkeit: Erd- und Kanalarbeiten sind erledigt, 40 Prozent der Fläche gepflastert, fasst er den Baufortschritt kurz zusammen.

Die Steine werden von Spezialisten gesetzt, weil im Gegensatz zu industriell hergestellten Pflaster das Verlegen von Natursteinen spezielle Kenntnisse und viel Erfahrung erfordert. Die Wege sollen mit Granitplatten angelegt werden. Ganz zum Schluss werden die Leuchten von der Firma Ohland eingesetzt und von einem örtlichen Elektrounternehmen angeschlossen.

Derweil ist Beecken gedanklich schon bei der Baumpflanzung angelangt. „Wir waren mit dem Bauausschuss bei einer Baumschule und haben uns angesehen, was da möglich ist“, erzählt er, „da hatten wir uns schon auf den ersten Blick in eine Sumpfeiche verliebt.“ Aber diese war für den Kensington-Park in London bestimmt – ein Baum derselben Art,mit größeren Umfang und etwa 30 Jahre alt, solle auch den Domänenplatz zieren.

Geändert hat sich eine andere Baumfrage am Domänenplatz: Abweichend zu den bisherigen Planungen wird der Gehweg, der Mehrgenerationenhaus und Klostervorplatz verbindet, nicht 2,40 Meter sondern 1,90 Meter breit gebaut, „um die bestehende Lindenreihe nicht zu gefährden“, wie Bürgermeister Beecken erklärt. Der Verwaltungsausschuss habe sich für die Verschmälerung entschieden.

Von Angelika Jansen

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