Hybro Saatzuchten erweitern Standort / Tochterunternehmen mit Sitz Wriedel

Millioneninvestition bei Wulfsode

DIe Hybro Saatzuchten investieren 5,2 Millionen Euro in den Bau der neuen Halle. Sie liegt zwischen Schatensen und Wulfsode an der Kreisstraße.
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DIe Hybro Saatzuchten investieren 5,2 Millionen Euro in den Bau der neuen Halle. Sie liegt zwischen Schatensen und Wulfsode an der Kreisstraße.

Wulfsode – Das Unternehmen Hybro Saatzuchten betreibt seit 2000 eine sogenannte Hybridroggenzucht auf 35 Hektar Versuchsfläche rund um Wulfsode. Jetzt expandiert das Unternehmen in der Gemeinde Wriedel.

Zurzeit befindet sich ein neues Betriebsgelände an der Kreisstraße zwischen Schatensen und Wulfsode im Bau.

Dort soll laut Dr. Norbert Schulz, Leiter der Zuchtstation Wulfsode, in Zukunft das Tochterunternehmen Wulfsoder Saatzuchten AG seinen Sitz haben. Dort wird das Getreide für die Zucht neuer Roggensorten gereinigt, gelagert und vertrieben werden.

„Wir planen mit einem Umsatz von 500 000 bis 600 000 Euro im Jahr. Firmensitz wird die Gemeinde Wriedel sein“, erklärte Schulz kürzlich im Gemeinderat, als es um den künftigen Straßennamen für den Weg ging, an dem die 84 mal 40 Meter sogenannte Basissaatgutaufbereitungsanlage errichtet wird. Zwei zusätzliche Arbeitsplätze würden geschaffen werden, hinzu kämen noch zwei Saisonkräfte für die Erntezeit. Die Kosten des Neubaus beziffert Schulz auf eine Summe von 5,2 Millionen Euro. Wobei eine Förderung von 1,167 Millionen Euro fließt. Die Planungen für das zurzeit im Bau befindliche Projekt begannen bereits 2016. Die Halle soll noch kommenden Monat fertiggestellt werden. Dann beginnt der Innenausbau der bis zum Dezember abgeschlossen sein soll. „Der Probebetrieb der Anlage startet dann im Frühjahr 2021“, kündigte Schulz an. Der Vollbetrieb ist für Sommer 2022 geplant.

„Zwei Dinge haben sich mir eingeprängt: der Umsatz und der Firmensitz“, begrüßte Wriedels Bürgermeister Jürgen Peter (CDU) die Pläne. Auf einen Namen für die Straße hat sich der Gemeinderat bei einer Gegenstimme von Marianne Müller (SPD) auch festgelegt. Der Weg wird künftig „Zum neuen Roggenspeicher“ heißen. Damit werde auch eine Verbindung zum Treppenspeicher in Wulfsode geschaffen, betonte Schulz, der den Vorschlag dem Gremium unterbreitete.

Marianne Müller (SPD) schlug stattdessen vor die Straße „Am Bahnhofsweg“ zu nennen. So werde der Weg von der Bevölkerung genannt. Sie konnte sich mit dem Vorschlag aber nicht durchsetzen. Sie finde es nicht gut, wenn sich Investoren auch noch die Straßennamen aussuchen dürfen. Vielmehr sollte auf Flurnamen oder übliche Bezeichnungen der Einheimischen für Wege und Straßen zurückgegriffen werden. VON LARS LOHMANN

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