Ebstorfer Sozialausschuss empfiehlt Verlängerung des Vertrags mit dem DRK / Kosten bislang nicht gedeckt

Mehr Geld fürs Mehrgenerationenhaus

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Das Mehrgenerationenhaus wird wohl auch weiterhin vom DRK betrieben werden. Der Ausschuss sprach sich für eine Fortführung der Zusammenarbeit aus.

Ebstorf. Das DRK soll auch weiterhin das Mehrgenerationenhaus in Ebstorf betreiben. Eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre zunächst bis Ende 2017 hat der Sozialausschuss des Klosterfleckens am Mittwochabend empfohlen.

Gleichzeitig soll der DRK-Kreisverband zukünftig mehr Geld erhalten: 40 000 Euro, davon 5000 Euro aus dem Nachfolgeförderprogramm Mehrgenerationenhäuser. Bisher flossen 25 000 Euro im Jahr. Hinzu kommen Bewirtschaftungs- und Unterhaltungskosten für das Gebäude von 10 000 Euro.

„Wir haben in diesem Jahr 20 000 Euro zusätzliches Geld reingesteckt“, machte DRK-Bereichsleiter Peter Vogt deutlich. Das sei auf Dauer nicht möglich. „Ich bin der Meinung, dass wir als Träger dem Betreiber nicht Lasten übertragen können“, fand auch Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf.

Obwohl der Klosterflecken laut Zukunftsvertrag eigentlich keine zusätzlichen freiwilligen Leistungen übernehmen dürfe, werde man die Erhöhung ab 2016 in Absprache mit dem Landkreis umsetzen können. Der Flecken hält sich aber eine Kürzung für den Fall offen, dass der Bedarf durch den geplanten Ganztagsbetrieb in der Mauritiusschule sinkt. Mittagessen und Betreuung würden dann von der Schule übernommen.

„Wir stehen uneingeschränkt zu der Vertragsverlängerung“, betonte Heiko Senking (UWG). Gerade die Betreuung der Flüchtlingskinder sollte die Gemeinde in fachkundige Hände legen. Auch Catharina Förster (CDU) betonte, dass von den Jugendlichen viel Gutes zu hören sei. „Nichtsdestotrotz kann man 10 000 Euro nicht wegwischen.“

Sie zog auch den Betrag von 500 Euro für Bierbrauen in Zweifel. Dies sei der Ansatz für mehrere Kurse, erläuterte Vogt. „Die Idee dahinter ist, dass wir auch Leute anziehen, die sonst nicht ins Mehrgenerationenhaus gehen“, erläuterte Einrichtungsleiter Guido Wrage.

Jasmina Horre-Völkel erklärte für die SPD, die Fraktion habe sich zur Verlängerung des Vertrags wegen der Kürze der Zeit noch keine Meinung bilden können. Sie enthielt sich deshalb.

Das DRK hat zunächst die Kostenbremse gezogen: Die Nachmittagsbetreuung in der Einrichtung am Domänenplatz wird ab August aus wirtschaftlichen Gründen auf zwölf Plätze reduziert. Kinder, die nur für das Mittagessen angemeldet werden, müssen nach 30-minütiger Betreuung abgeholt werden. Auch die Kosten für das Essen steigen.

Von Gerhard Sternitzke

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