Beleuchtungskonzept für die Lüneburger Straße

Ebstorfer Einkaufszeile: „Wo Licht ist, gehen die Leute hin“

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Zu wenig Licht in der Lüneburger Straße: Für die Ebstorfer Einkaufsstraße soll ein Lichtkonzept entwickelt werden, das vielleicht noch in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden könnte.

Ebstorf. Abend in Ebstorf. In der Lüneburger Straße wird es langsam dunkel. Die Straßenlampen lassen so manchen dunklen Fleck auf den Gehwegen im historischen Kern von Ebstorf übrig. Das soll sich zukünftig ändern.

Der Klosterflecken will die Situation in der traditionellen Einkaufsstraße verbessern. Ein Lichtkonzept soll erstellt werden, das möglicherweise noch in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden könnte, berichtet Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf.

„Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, damit wieder Leben in die Straße reinkommt“, sagt Oelstorf. „Die Geschäftsleute warten darauf.“ Sie wünschen sich, dass sie gesehen werden und dass sich ihre Kunden sicher fühlen. Bislang sei die Beleuchtung nicht besonders einladend.

„Wir wollen aber nicht eine einfache Straßenbeleuchtung, sondern eine Beleuchtung markanter Gebäude“, erläutert der Ebstorfer Gemeindedirektor. Angestrahlt werden könnte etwa die alte Domänenmauer, die Gaststätte Lüllau oder das Jugendstil-Geschäftshaus Kort, in dem sich die Postagentur befindet.

„Ich persönlich sehe die Lüneburger Straße als eine der zukunftsträchtigsten Straßen in Ebstorf“, betont Ehrhard Peters, Vorsitzender der Ebstorfer Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Sie sei der Eingang für Besucher des Klosters. Hierfür müsse noch etwas getan werden. „Wo Licht ist, ist Sicherheit. Wo Licht ist, gehen die Leute hin“, sagt Peters.

Die Lüneburger Straße sei immer noch eine attraktive Einkaufsstraße. „Wir haben in der Lüneburger Straße keinen Leerstand“, so Peters. Kaufhaus, Apotheke, Café, Blumenladen und Gasthaus seien schon vorhanden. Gerade sei dort, zentral im Ortskern gelegen, neuer Wohnraum entstanden. Und für die ehemalige Bodwede-Schule hofft Peters auf eine gewerbliche Nutzung – und könnte sich an dieser Stelle ein Hotel vorstellen.

Die Idee für ein Beleuchtungskonzept stammt aus der Arbeitsgruppe Lüneburger Straße, die im Rahmen des Arbeitskreises Stadtentwicklung in Ebstorf eingerichtet wurde. Das Konzept, in das auch der Kirchplatz einbezogen werden könnte, soll der Lichtplaner entwickeln, der auch die Beleuchtung für den im vorigen Jahr fertiggestellten Domänenplatz geplant hat.

Oelstorf hofft auf bis zu 100 Prozent Förderung aus der Klimaschutzgesellschaft der SVO. Abgestimmt werden sollen die Planungen auch mit den Hauptverkehrsstraßen. Dort stehen noch alte Lampen, so Oelstorf. „Es gibt keine Ersatzteile mehr.“

Von Gerhard Sternitzke

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