Ebstorfs Bauausschuss entscheidet sich für Straßenlaternen

Die LED-Lampe mit Deckel soll’s sein

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Die schlichten Stelenleuchten – hier eine Ausführung als Doppelleuchte an der Lüneburger Straße am Winkelpatz – fand bei den Ausschussmitgliedern keine Zustimmung. 

Ebstorf. Es ist ein kunterbuntes Sammelsurium, das nachts Ebstorfs Straßen erhellt. Oder auch nicht.

Denn mit der Straßenbeleuchtung im Klosterflecken – bestehend aus gewiss sieben unterschiedlichen Lampentypen – sind die Einwohner ebenso unzufrieden wie Politik und Verwaltung. Der Bauausschuss hat am Dienstagabend empfohlen, dass zumindest für die Lüneburger Straße und die Hauptstraße einheitliche Leuchten angeschafft werden sollen.

Die LED-Leuchte mit dem Deckel, wie sie vor der Apotheke an der Hauptstraße steht, soll durchgängig an Lüneburger Straße und Hauptstraße stehen.

Bis zu dieser Entscheidung war es jedoch ein langer Weg: Nach einer Ortsbesichtigung von Musterleuchten, die Thorsten Brinck vom Bauamt zur Veranschaulichung organisiert hatte, stiegen die Ausschussmitglieder in eine ausgiebige Debatte ein. Sollen die schlichten Modelle in Form einer Stele verwendet werden, wie sie in Höhe des Winkelplatzes an der Hauptstraße stehen? Oder soll es die Vari-ante mit Deckel sein, deren Musterleuchte direkt vor der Apotheke steht? Können die Masten der alten Lampen wiederverwendet werden? Was ist mit Effektbeleuchtungen, zum Beispiel für Mauern oder Bäume? Und was kostet das alles überhaupt?

Mit der Beantwortung der vielen Fragen schienen die Ausschussmitglieder zeitweise überfordert. Einig waren sie sich dann aber darin, dass die neuen Leuchten denen auf dem Domänenplatz angepasst werden sollten. „Es geht doch jetzt darum, ob wir Lampen mit Deckel oder ohne haben wollen“, versuchte es Stefan Gust-von Loh auf den Punkt zu bringen. Doch so einfach wollten es sich die anderen nicht machen: Im Klosterflecken gebe es ja Straßen mit unterschiedlichen Bedeutungen. So müssten die Straßenlampen in Wohngebieten nicht zwingend die gleichen sein wie an Hauptverkehrsstraßen. Und überhaupt: Bevor man keine Informationen über die Kosten habe, könne man sowieso nichts entscheiden.

Der Ausschussvorsitzende Rolf-Dieter Lüllau (UWG) wurde irgendwann ungehalten: „Wenn das so weitergeht, lasse ich das Thema vertagen“, drohte er der unerquicklichen Diskussion ein Ende zu setzen. Das wiederum ließ beinahe Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf den Kragen platzen: Man befasse sich jetzt schon so lange mit dem Thema Straßenbeleuchtung, die Verwaltung habe der Politik diverse Informationen an die Hand gegeben. Allmählich, so Oelstorf, müsse nun auch endlich mal eine Entscheidung her.

Die Empfehlung des Bauausschusses fiel nach dem Machtwort einstimmig aus: An der Lüneburger Straße und an der Hauptstraße in Ebstorf sollen die Laternen mit Deckel aufgestellt werden. An der Lüneburger Straße sollen außerdem bestimmte Objekte wie Bäume oder Mauern mit Effektbeleuchtungen hervorgehoben werden. Über eine Weiterverwendung der vorhandenen Laternenmasten soll die Verwaltung entscheiden. Das letzte Wort dazu wird der Verwaltungsausschuss auf seiner Sitzung am 26. Februar haben.

Von Ines Bräutigam

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