Landwirte rufen Spaziergänger und Autofahrer zur Vorsicht auf

Gefahr aus dem Feld

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Etwa drei Viertel der Maisfelder, die etwa zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche im Landkreis ausmachen, sind laut Kreislandwirt Thorsten Riggert bereits abgeerntet. Nur der für die Biogasanlagen gedachte Mais steht noch auf den Feldern. Die Landwirte seien für die Sicherheit während der Erntezeit verantwortlich, dennoch ist von Seiten der Autofahrer und Spaziergänger ebenfalls Achtsamkeit geboten.

Ebstorf/Landkreis. Mais, Zuckerrüben, Zwiebeln und Kartoffeln – etwa drei Wochen werden im Landkreis Uelzen noch die Erntemaschinen die Feldfrüchte einfahren. Für Spaziergänger und Autofahrer bedeutet das: Achtsamkeit ist angebracht.

Besonders zur Maiserntezeit ist besondere Vorsicht angebracht. „Beim Mais ist das Problem, dass man nicht darüber hinwegschauen kann“, erklärt Holger Alvermann. Der Biogasanlagenbetreiber aus Ebstorf weist regelmäßig zur Erntezeit auf die Gefahren hin. Zwischen den hoch gewachsenen Feldfrüchten seien Erntemaschinen manches Mal für Spaziergänger erst spät zu erkennen und auch das Blickfeld der Fahrzeugführer sei eingeschränkt: „Im Sommer spielen Kinder gerne im Mais. Sie bauen sich dort Höhlen und verstecken sich im Feld. Das kann zur Erntezeit böse enden“, sagt Alvermann und rät Eltern darauf zu achten, wo sich ihre Sprösslinge die Zeit vertreiben. Zudem müsste zur Erntezeit auch auf normalerweise ungenutzten Wegstrecken mit Verkehr gerechnet werden. Spaziergänger sollten demnach besonders aufmerksam sein und Hunde möglichst an der Leine führen.

Kreislandwirt Thorsten Riggert appelliert zudem an Jogger und andere Outdoor-Sportler: „Inzwischen ist es um 19 Uhr dunkel, nach der Zeitumstellung dann sogar schon um 17 Uhr. Wer mit dunkler Kleidung und dann vielleicht noch mit Kopfhörer im Ohr unterwegs ist, ist schlecht zu sehen.“

Zudem würden Traktoren, Häcksler und Co. Tiere aufscheuchen – eine potenzielle Gefahr für Autofahrer. Rehe und Wildschweine könnten plötzlich aus den Feldern auf die Straßen laufen – und das derzeit im ganzen Kreisgebiet. Denn nicht nur die Felder, auf denen die Feldfrüchte noch stehen, sind für die Tiere interessant. Auch bereits abgeerntetes Land lockt Bambi und seine Artgenossen. „Gegen Abend kommen die Rehe raus. Sie stoppeln auf den abgeernteten Feldern nach“, erklärt Kreislandwirt Riggert.

Von Wiebke Brütt

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