Nachwehen des Pferdefleischskandals in Ebstorfer Unternehmen spürbar

Kurzarbeit bei Wurst-Müller

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Kurzarbeit: Weil Müller’s Hausmacher Wurst Ware zurücknehmen musste, obwohl kein Pferdefleisch nachgewiesen werden konnte, leidet das Unternehmen an den Folgen.

Ebstorf/Landkreis. Die Auswirkungen des Pferdefleisch-Skandals im Januar sind noch heute deutlich zu spüren. Bei Müller’s Hausmacher Wurst in Ebstorf ist seit März Kurzarbeit angesagt. „In sehr geringem Umfang“, wie der Geschäftsführer Christoph Baumgärtner beteuert.

Eine Ursache für die Situation der Ebstorfer ist Pferdefleisch im Rindsgulasch – aber nicht in einer Dose aus Ebstorf, sondern eines direkten Mitbewerbers aus Neuruppin. Beide beliefern jedoch einen namhaften Discounter, der das Gulasch unter seiner Eigenmarke verkauft. Dieser forderte, dass alle gelieferten Dosen wieder zurückgenommen werden mussten. Und so musste auch Müller’s Hausmacher Wurst in den sauren Apfel beißen. „Wir hatten das Glück, dass uns kein Lieferant etwas untergeschoben hat“, sagt Baumgärtner mit Blick zum Mitbewerber. „Es hätte uns auch passieren können, ist es aber nicht“, schiebt er nach.

Im Gegensatz zum Ebstorfer Unternehmen haben die Fleischereien im Landkreis Uelzen keine Probleme mit den Auswirkungen des Pferdefleischskandals – im Gegenteil. Sie freuen sich sogar über mehr Kunden als bisher. „Die Leute gehen wieder zum Fleischer ihres Vertrauens“, sagt Lutz Pohsen von der Metzgerei Moritz im Namen seiner Kollegen.

Von Jörn Nolting

Einen umfassenden Bericht lesen Sie am Donnerstag in der AZ.

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