Bürgermeister Heiko Senking wünscht sich Verkehrsberuhigung im Ebstorfer Norden

Kreisel soll Autos bremsen

Am nördlichen Ortseingang von Ebstorf rauscht der Verkehr häufig mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in den Klosterflecken. Bürgermeister Heiko Senking schlägt deshalb vor, an der Einmündung der Wessenstedter Straße einen Kreisel zu bauen.

Ebstorf. An der Wessenstedter Straße liegt derzeit Ebstorfs Zukunft. Der Klosterflecken plant dort bereits das zweite Baugebiet – am Ortsrand, da wo jetzt noch der Verkehr in den Ort rauscht. Er trifft dort auf die Lüneburger Straße, die Haupteinfallschneise von Norden.

Hier wünscht sich Bürgermeister Heiko Senking (UWG) einen Kreisel zur Verkehrsberuhigung. Um die Idee ging es auch im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss.

„Auf der Lüneburger Straße hat keiner Interesse, 50 zu fahren. Die Lkw kommen da mit relativ hoher Geschwindigkeit rein“, hat Senking beobachtet. Umgekehrt geben die Lüneburg-Pendler bereits an der Georgsanstalt Gas. „Beinahe-Unfälle an der Einmündung sind häufig“, so Senking.

Vorbild könnte aus seiner Sicht der Kreisel Bahnhofstraße sein. „Da oben ist alles gut, die Geschwindigkeit wird reduziert“, erklärt er. „So ein Kreisel könnte für alle ein Segen sein.“ Alle, das wären aus seiner Sicht vor allem Fußgänger und Radfahrer aus den Neubaugebieten, zumal es auch in Zukunft immer wieder Umleitungen über Ebstorf geben werde.

Große Hoffnungen macht ihm Dirk Möller nicht. „Lediglich um eine Geschwindigkeitsreduzierung vorzunehmen, machen wir das nicht“, betont der Leiter der Landesstraßenbaubehörde Lüneburg, die auch für die Landesstraße 233, die Lüneburger Straße, zuständig ist. „Wir werden an Knotenpunkten nur tätig, wenn ein Leistungsfähigkeitsproblem oder ein Unfallschwerpunkt besteht.“ Beides sei am nördlichen Ebstorfer Ortseingang nicht der Fall. Letztlich würden die Kosten eines Kreiselbaus beim Klosterflecken hängen bleiben.

Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf weist zudem darauf hin, dass für die Bewohner des Neubaugebiets eine Wegeverbindung abseits der Straßen vorgesehen ist.

„Dass das nicht von heute auf morgen geht, ist mir klar“, räumt Bürgermeister Senking unumwunden ein. Die Gemeinde Ebstorf müsse dieses Ziel mit Geduld verfolgen. Eine Chance zur Umsetzung des Kreisels würde er etwa sehen, wenn der Landkreis einen Radweg in Richtung Wessenstedt/Natendorf bauen würde.

Von Gerhard Sternitzke

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