Urlaubsregion Ebstorf will mit Wegeleitsystem Touristen vom Domänenplatz in den Flecken locken

Vom Kloster in den Ort

+
Am Domänenplatz können sich die Touristen jetzt auch über weitere Sehenswürdigkeiten im Klosterflecken Ebstorf informieren. So sollen laut Angela Geschonke, Leiterin der Touristinfo in Ebstorf, mehr Touristen in den Ort gelockt werden.

Ebstorf. Wer an Ebstorf denkt, dem fällt meistens auch gleich das Kloster ein. So geht es laut Angela Geschonke, Leiterin der Touristinfo in Ebstorf, auch den meisten Touristen.

Damit diese in Zukunft aber nicht nur das Kloster anschauen und dann wieder verschwinden, sondern auch die anderen Sehenswürdigkeiten des Ortes entdecken, hat der Klosterflecken nach Angaben von Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf rund 10 000 Euro in ein neues Wegeleitsystem investiert. Das Projekt wurde dabei von der Klosterkammer Hannover zu einem Drittel gefördert.

„Die Leute sollen sehen, dass es hier noch mehr gibt als das Kloster. Wir müssen versuchen, sie in den Ort zu ziehen und verhindern, dass die Leute nur das Kloster besichtigen und dann wieder weg sind“, sagt Geschonke.

Daher würden auf den Tafeln, die am Domänenplatz stehen, neben einem Ortsplan, drei Rundwege durch den Klosterflecken gezeigt, mit deren Hilfe historisch und baulich interessante Gebäude besichtigt werden können und auch auf die Besinnungswege, die nach Hanstedt I und Melzingen führen, wird hingewiesen. Zusätzlich gibt es noch Informationen über das Kloster. Denn es sei schlichtweg der touristische Magnet des Ortes. „Eigentlich startet alles Touristische in Ebstorf am Domänenplatz“, so Geschonke. Also müsse es das Ziel sein, die Leute von dort in den Ort zu lotsen. Vor allem die Lüneburger Straße könne von einer solchen Entwicklung profitieren.

Die Tafeln sind laut Geschonke im gleichen grafischen Design gehalten wie die beiden roten Pylone, die im vergangenen Jahr an der Lüneburger Straße und der Bahnhofstraße im Klosterflecken aufgestellt wurden. „Langfristig wollen wir im ganzen Gebiet der Urlaubsregion Ebstorf Schilder im gleichen Design haben“, so Geschonke. So würde man den Urlaubern auch vermitteln können, dass die ganze Region zusammengehört, und könnte so den Wiedererkennungswert steigern. „Davon würde dann die ganze Region am Ende touristisch profitieren“, sagt die Geschäftsführerin.

Ob diese Pläne aber umgesetzt werden, ist laut Geschonke Sache der Mitgliedsgemeinden in der Urlaubsregion Ebstorf, die die Schilder bezahlen müssten. Diese sind neben dem Klosterflecken Hanstedt I, Natendorf, Schwienau und Wriedel.

Von Lars Lohmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare