Ebstorf: Enge Verkehrssituation in der Uelzener Straße soll durch Sperrmarkierungen entschärft werden

Für kleines Geld und ohne Schilder

Parkende Autos und gefährliche Begegnungen: Bei der Ortsbesichtigung in der Uelzener Straße diskutiert der Ebstorfer Bauausschuss Maßnahmen zur Entschärfung der Verkehrssituation.
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Parkende Autos und gefährliche Begegnungen: Bei der Ortsbesichtigung in der Uelzener Straße diskutiert der Ebstorfer Bauausschuss Maßnahmen zur Entschärfung der Verkehrssituation.
  • Gerhard Sternitzke
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Ebstorf. Es ist eng in der Uelzener Straße. Ein Autofahrer will gerade an einem parkenden Fahrzeug vorbeifahren, da kommt Gegenverkehr. Wegen der leichten Kurve sieht er den Wagen erst im letzten Moment. Er tritt auf die Bremse, ebenso sein Gegenüber.

Alltag in der schmalen Straße, die als praktische Abkürzung zwischen Celler Straße und Bahnhofstraße gilt. An diesem Abend sind die Mitglieder des Ebstorfer Bauausschusses Zeugen. Die CDU schlägt vor, durch Fahrbahnmarkierungen das Parken in den Kurven zu verbieten.

„Wir wollen die Situation entschärfen“, erklärt Fraktionschef Ulf Schmidt. Dazu sollen nach Vorstellung der CDU Sperrflächen auf der Straße markiert werden, auf denen nicht geparkt, aber gefahren werden kann, sodass Autofahrer dort ausweichen können. „Das wäre für kleines Geld möglich, und wir brauchen keine Schilder“, sagt Schmidt. Lediglich zwei Parkplätze würden dafür wegfallen. Damit überzeugt er die Ausschussmehrheit.

Die Mitglieder kennen die Situation nur zu gut. „Das wird permanent zugeparkt“, bestätigt Jens Ziegeler (UWG). Von der Markierung allerdings hält er gar nichts, die UWG stimmt gegen die Maßnahme. „Das ist Tempo-30-Zone. Wenn man sich dran hält, kann man ausweichen“, ist er überzeugt. Verbote ohne entsprechende Kontrollen würden dagegen gar nichts bringen. Und er könne nicht zustimmen, wenn Parkplätze verlorengingen. Stattdessen würde er eine Einbahnstraße befürworten, wie schon früher einmal von Anwohnern beantragt. Das habe während der Bauphase auf dem Domänenplatz sehr gut funktioniert.

Zustimmung dagegen von SPD und Grünen zu den Markierungen. „Das ist eine gute Lösung und es kostet nicht viel“, findet Gudrun Klippe (Grüne). Um das Verbot durchzusetzen, sei tatsächlich ab und zu eine Kontrolle sinnvoll. In einer Einbahnstraße würde dagegen noch schneller gefahren.

„Der kritischste Punkt ist die obere Kurve“, betont der stellvertretende Bauamtsleiter Thorsten Brinck. Dort mündet nämlich die Einfahrt von Müller’s Hausmacher Wurst ausgerechnet in der Kurve in die Uelzener Straße. Das Problem könne auch im Rahmen eines Verkehrskonzepts gelöst werden, so Brinck. Eine Absage erteilt er weiteren Markierungen vor den Einfahrten, die häufiger zugeparkt werden, wie Uwe Heistermann (SPD) ins Gespräch bringt. „Das ist doppelt gemoppelt und das wird die Straßenverkehrsbehörde nicht genehmigen.“

Von Gerhard Sternitzke

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